Salzwedel l Die eingeschworene Gemeinschaft kennt sich schon seit vielen Jahren und reist ihrem Idol Udo Lindenberg auf seinen Konzerten hinterher. Und seit sie die Band El Paniko live erlebt hatten und sich von deren authentischer Bühnenshow überzeugen konnten, sind auch deren Konzertauftritte im Terminkalender der Fans verzeichnet.

Doch Dirk Apel aus Salzwedel und Torsten Muck aus Kakerbeck dachten sich: Warum die Band nicht einmal in das Zentrum von Deutschland, also nach Salzwedel holen, um so den Freunden Lindenbergischer Musik und Poesie einen Abend in der altmärkischen Metropole zu gönnen? Gesagt, getan. Und am Sonnabend stand die Lindenberg-Cover-Band aus dem Sächsischen endlich auf der Bühne und wurde von den Fans frenetisch begrüßt.

Die Band zählt zu den besten Lindenberg-Coverbands Deutschlands. Wobei Dirk Apel und Torsten Muck sich einig sind, dass ihre eindeutig die beste ist. Und auch die Fans an dem Abend ließen sich bereitwillig den Udo-Virus injizieren und sangen die Songs lautstark mit. Die Stimmung an dem Abend konnte man einfach nur als grandios umschreiben. Nicht nur die Band um Sänger und Udo-Double Heiko Weiß lieferte eine perfekte Show.

Auch ein Großteil des Publikums hatte sich entsprechend des Abendmottos gekleidet. Und so dominierte bei den Lindianern oder Udonauten, wie sich die Fans auch bezeichnen, die Farbe Schwarz, ergänzt mit Hut, Zigarre und Sonnenbrille.

Rund 250 Gäste verfolgten die authentische Show auf der Bühne. Auf der gesellten sich zu dem Katastrophenorchester auch Udos Song-Gestalten wie Bodo Ballermann, Gerhard Gösebrecht, Johnny Controletti, Candy Jane, das Boogie-Woogie-Mädchen und das Mädchen am Cello. Viel Beifall und Bravo-Rufe gab es bei dem Song "Wozu sind Kriege da?". Nicht nur der Text, der zurzeit aktueller denn je erscheint und zur Welthymne erklärt werden müsste, sondern auch die Darbietung erzeugte überall Gänsehaut. Begleitet wurde Udo II bei dem Titel von dem Schülerchor der Comenius-Ganztagsschule. Ein äußerst gelungener Abend, der bei den Veranstaltern, dem Publikum und der Band pure Begeisterung hervorrief. Und es sollte wohl nicht das letzte Mal gewesen sein.

Das Salzwedeler Konzert war in diesem Jahr das Abschlusskonzert der sächsischen Band. Bisher gab sie dieses in ihrer zehnjährigen Bühnenlaufbahn stets im Schloss Augustusburg im Freistaat Sachsen. Doch die Begeisterung für die Stadt Salzwedel und für das altmärkische Publikum, welches durch die Fans aus ganz Deutschland verstärkt wurde, gaben Raum für Überlegungen, den Ort der Abschlusskonzerte in einem Wechsel durchzuführen.

Für Dirk Apel und seine Freunde steht es fest: Zum nächsten Konzert geht es mit dem eigenen Udo-Mobil. Dieses stellten sie vor dem Konzert der Fangemeinde vor.

 

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