17 Tage Weihnachtsmarkt haben gestern in Salzwedel ihren Abschluss gefunden. Das Fazit der Veranstalter fällt positiv aus. Kritik gibt es trotzdem.

Salzwedel l Nach mehr als zwei Wochen ist seit heute Schluss mit dem Weihnachtsmarkt in Salzwedel. Die Händler haben bereits gestern Abend begonnen, ihre Stände und Buden abzubauen. Viele von ihnen sind schon seit Jahren in Salzwedel dabei. Andere waren in diesem Jahr zum ersten Mal in der Hanse- und Baumkuchenstadt. Wie Nadine Kleczka aus Leipzig mit ihrem Schmalzgebäckstand. Ihr Fazit nach zwei Wochen fällt positiv aus. Natürlich könne man den kleinen Salzwedeler Markt nicht mit denen in Rostock oder Leipzig vergleichen, auf denen sie auch schon verkauft hat. Doch für Salzwedeler Verhältnisse habe sie einen guten Umsatz gemacht. Es sei schön, mal wieder in die Heimat zurückzukehren, erzählt die ehemalige Altmärkerin.

Dass der Salzwedeler Weihnachtsmarkt etwas Besonderes ist, hebt Otto Wüstemann von der Werbegemeinschaft hervor. Kein anderer Markt in der Region wäre so lange geöffnet wie in Salzwedel. Die Händler, die jedes Jahr anfragen, würden ihre Stände für weniger Tage gar nicht aufbauen wollen, berichtet Wüstemann.

Und auch vom Standort möchte man nicht abrücken. Zwar sei es schade, dass der Weihnachtsbaum woanders stehe, daran wolle man arbeiten, doch den Markt auf den Rathausturmplatz zu verlegen, sei keine Option. Das ginge allein aus Platzgründen schon nicht, und an die Anwohner müsse man auch denken, so Wüstemann. Überhaupt sei dieses Jahr mindestens so gut gelaufen wie 2013. Da habe man sogar wegen des Sturms für zwei Tage schließen müssen.

Besonders stolz sei man über das Familienangebot. Der Zirkus und der tägliche Besuch des Weihnachtsmannes hätten viele Kinder begeistert. Es wären häufig nur die Einheimischen, die sich kritisch zum Weihnachtsmarkt äußern, findet Otto Wüstemann. Die Meinung der Auswärtigen sei um einiges besser, sagt er. Doch unter denen waren während der Markttage auch kritische Stimmen zu vernehmen. Einige Besucher bemängelten das fehlende handwerkliche Angebot.

Einige Ideen, den Markt attraktiver zu gestalten, gebe es bereits, informiert Otto Wüstemann. Vom Konzept allerdings will man nicht abrücken, so scheint es, sondern an Altbewährtem festhalten.

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