Zehn Eichen sollen in Mechau auf einem Privatgrundstück gefällt werden. Der Grund: der Befall durch Eichenprozessionsspinner. Die Schädlinge hatten im Sommer für massive Gefahren für die Gesundheit der Anwohner gesorgt.

Mechau l "Der Antrag auf Fällung der Bäume stammt vom Eigentümer des Grundstücks, auf dem die zehn Eichen stehen, die dieses Jahr so massiv vom Eichenprozessionsspinner befallen waren", informierte Mechaus Ortsbürgermeister Hartmut Baier am Mittwochabend die Mitglieder des Ortschaftsrates. Die in dem Haus auf dem Areal wohnende Familie habe in diesem Sommer ganz massiv unter den Schädlingen gelitten. "Sie waren mehrfach deshalb in ärztlicher Behandlung, konnten ihr Haus nicht ohne Beeinträchtigung verlassen und den Garten nicht mehr nutzen", beschrieb Baier den unhaltbaren Zustand, der das Haus für vier Monate unbewohnbar gemacht hatte.

Im Sommer habe es einen Vororttermin mit Vertretern des Altmarkkreises Salzwedel, von Umwelt- und Gesundheitsamt und dem Arendseer Ordnungsamt gegeben. Die offensichtliche Gefahr für Leib und Leben war erkannt worden. Vom Kreisumweltamt sei der Familie aber nur geraten worden, auszuziehen. Doch das kam nicht in Frage.

"Es ist ein Unding, dass im Altmarkkreis kein wirklich wirksames Schädlingsbekämpfungsmittel zum Einsatz kommt", kritisierte Baier. Die Plage betreffe nicht nur Eichen in Mechau, sondern viele Orte der Einheitsgemeinde und darüber hinaus. Die Gesundheitsgefahr vor allem durch die Raupenhaare sei enorm - nicht nur für Allergiker. "Es fehlen gezielte zentrale Maßnahmen vom Kreis", machte Baier klar.

Es könne nicht gewollt sein, dass generell befallene Eichen gefällt werden. "Aber es gibt in dem Fall keine andere Möglichkeit mehr", betonte er.

Die Ratsmitglieder stimmten dem Antrag zum Fällen zu. Letztes Wort hat der Arend- seer Stadtrat. Der Antragsteller habe sich bereit erklärt, zum Ausgleich für die gefällten Bäume neue zu pflanzen.