Die Qualität der beiden Krankenhäuser des Altmark-Klinikums ist mit einem Zertifikat ausgezeichnet worden. Das nächste Großprojekt soll der Aufbau eines fachärztlichen Zentrums, nach Gardeleger Vorbild, in Salzwedel sein.

Gardelegen l Qualität entscheidet in Krankenhäusern über nichts Geringeres als die Gesundheit der Patienten. 20000 Fälle waren es allein 2014 in den beiden Häusern des Altmark-Klinikums. Daher zeigte sich Geschäftsführer Matthias Lauterbach gestern auch begeistert, dass die Qualität des Altmark-Klinikums mit einem Zertifikat ausgezeichnet worden ist. Dies sei ein Freudentag, sagte Lauterbach.

Ralph Wiedensohler überreichte ihm als verantwortlicher Mitarbeiter des Prüfungsinstitutes WIESO CERT die Urkunde. Und Wiedensohler machte deutlich, unter welchem Druck die Kliniken heute stehen. Eine hohe Arbeitsbelastung führe oft zu Hektik und so passierten überall Fehler. Den stressigen Alltag von Ärzten und Pflegern sollen schriftliche Regeln erleichtern. Diese waren ein Teil der Prüfung für das Zertifikat DIN ISO 9001. Die Mitarbeiter des Altmark-Klinikums seien diesbezüglich gut vorbereitet. 1600 schriftliche Regeln habe das Prüfunternehmen registriert. "Hier sind keine Anfänger am Werk", meinte der Prüfer.

Viel Lob gab es auch für die technische Ausstattung. Solche Kernspintomographen oder Röntgengeräte wie am Altmark-Klinikum "sehen wir sonst nur im universitären Bereich", sagte Wiedensohler. Die Hinweise, die das Unternehmen in seinem Prüfbericht gebe, seien zudem auf einem sehr hohen Niveau.

Ministerpräsident Reiner Haseloff bezeichnete die Auszeichnung als gutes Zeichen für die Region, aber auch für das ganze Land. Es sei ein Signal an die Studenten in Halle, Magdeburg und darüber hinaus. "Wer nicht in Sachsen-Anhalt oder konkret in der Altmark bleibt, macht garantiert einen Fehler", sagte Haseloff.

Landrat Michael Ziche - zugleich Aufsichtsratsvorsitzender des Altmark-Klinikums - betonte die Rolle als Wirtschaftsfaktor. Mit rund 700 Mitarbeitern und einem Betriebsergebnis von 58 Millionen Euro sei das Klinikum einer der größten Arbeitgeber der Region. Er bedankte sich bei den Mitarbeitern, für die die Prüfung ein riesiger Aufwand gewesen sei.

Das Klinikum will 2015 und 2016 gut drei Millionen Euro am Salzwedeler Standort investieren. Der Umzug der Pädiatrie vom Haus 5 ins Haupthaus soll im April beendet sein, sagte Lauterbach. Einige ambulante Dienste werden danach ins Haus 5 umziehen. Dort soll ein fachärztliches Zentrum entstehen. Die freigewordenen Räume im Haupthaus sollen für den Ausbau der Intensivmedizin genutzt werden.