Carsten Brückner und Dirk Jentschke bilden die neue Führungsspitze des Salzwedeler Bürgerbundes. Den Schwerpunkt ihrer Arbeit sehen sie außerhalb des Stadtrates.

Salzwedel l Längere Zeit war es ruhig um den Salzwedeler Bürgerbund. Bis auf die Arbeit von Dirk Jentschke im Stadtrat, gab es kaum ein Lebenszeichen. Geht es nach Carsten Brückner, soll sich das zukünftig ändern. Er wurde am 26. Januar zum neuen Vorsitzenden gewählt und möchte gemeinsam mit seinem Stellvertreter Dirk Jentschke neuen Schwung in den Verein bringen.

"Wir haben uns Gedanken gemacht, ob wir überhaupt weitermachen wollen und sind zu dem Schluss gekommen, unsere Arbeit wieder zu intensivieren", erklärte Carsten Brückner gestern im Gespräch mit der Volksstimme. Da der Bürgerbund mit einem Stadtratsmandat in diesem Gremium nur bedingt etwas bewegen könne, wolle man sich auf Initiativen und Projekte außerhalb der Politik konzentrieren.

"Wir können uns beispielsweise vorstellen, informative Veranstaltungen zu aktuellen Themen für die Bürger zu organisieren. Gern unterstützen wir aber auch nachhaltige Projekte in Stadt und Land", erklärte der neugewählte Vorsitzende, der zudem versuchen möchte, die Vereine der Stadt zu mehr Zusammenarbeit zu bewegen. Außerdem wolle man die Stadtverwaltung mit Anregungen aus der Bevölkerung bei ihrer Arbeit unterstützen. "Das haben wir in der Vergangenheit unter anderem in puncto Verkehrssicherheit immer wieder getan. Über eine defekte Lampe muss nicht der Stadtrat diskutieren", so Dirk Jentschke.

Klar Stellung bezog das Führungsduo des Bürgerbundes zum Thema Zweckverband Breitband Altmark (ZBA): "Wir sprechen uns gegen den Beitritt zum ZBA aus. Die Stadt kann keine finanziellen Risiken eingehen, die hinterher die freiwilligen Aufgaben gefährden könnten."

Für die bevorstehende Bürgermeisterwahl hat der Verein nach einem Mitgliedervotum Amtsinhaberin Sabine Danicke seine Unterstützung zugesagt.