Salzwedel (zä) l Mehrheitlich haben die Mitglieder des Finanzausschusses der Stadt Salzwedel am Mittwoch beschlossen, den Bahnhof nicht zu kaufen. Auch eine Sanierung des Bahnhofsgebäudes auf Kosten der Stadt wurde abgelehnt. Das Gremium folgte damit dem Antrag der SPD und der Freien Liste "Für Salzwedel", die einen Kauf als "unkalkulierbares Risiko" bezeichnet hatten.

Ingrid Schwertz (Linke) dazu: "Mir ist das zu radikal." Sie möchte zuerst einen ordentlichen Finanzplan sehen. Burkhard Rechel von der CDU wies darauf hin, der Stadtrat habe der Studie zum Bahnhof unter der Prämisse zugestimmt, dass die Stadt ihn nicht erwerben wolle. Ziel sei es immer gewesen, gewerbliche Nutzer oder Betreiber zu finden. "Einen Eigenanteil von einer Million Euro können wir uns nicht leisten", begründete Sabine Blümel (Salzwedel Land) ihr "klares Ja zum Antrag".

Zudem sei der Bahnhof für Investoren uninteressant, sagte Norbert Hundt (SPD und Für Salzwedel). "Uns ist das Risiko einfach zu groß." Und Susann Meineke (SPD und Für Salzwedel) ergänzte, der Bahnhof wäre eine weitere zusätzliche freiwillige Aufgaben, die die Stadt übernehmen müsste. "Wir machen hier die Büchse der Pandora auf." Martin Schulz (Grüne), sagte die Ablehnung sei mit Konsequenzen verbunden.