Immer mehr Pferdesportler entdecken den Distanzritt am Arendsee für sich. Am Sonnabend gingen mehr als 50 Starter mit ihren Tieren auf die Strecke.

Ziemendorf l "Im vergangenen Frühjahr haben die Distanzreiter und -fahrer das Geläuf rund um Ziemendorf für sich entdeckt und waren begeistert. Zu unserer dritten Veranstaltung sind mehr als 50 Teilnehmer - unter anderem aus Berlin, Hamburg, Bremen, Göttingen, Magdeburg - angereist", freute sich Gastgeberin Andrea Greiner-Schmid über die große Resonanz beim Arendsee-Distanzritt. Zu absolvieren waren Strecken von 25, 45 und 65 Kilometern.

Vor dem Start untersuchten Tierärztin Sibylle Knorr mit ihrem Team die Pferde. Sie prüften beispielsweise den Puls der Tiere. Weiterhin wurden alle Pferde auf Auffälligkeiten wie das Lahmen begutachtet.

Danach ging es auf die Strecke. Starterin Josefine Hennings schickte die Reiter und Gespanne im Fünf-Minuten-Takt auf die Bahn. Die ersten Sportler hörten um 8.30 Uhr das Startsignal, das Arendsees Bürgermeister Norman Klebe gab. Er wünschte allen Pferdesportlern einen angenehmen Ausritt durch die schöne Umgebung von Arendsee und vor allem, dass alle Reiter und Pferde wieder wohlbehalten in Ziemendorf ankommen. Danach verabschiedete er Siegfried Lembke, Melanie Grumbach und Ewald Hurlemann auf ihren Ritt über 65 Kilometer.

Wie Matthias Gröger aus Uetze bei Hannover berichtete, ist es wichtig, vor dem Start die Pferde noch einmal zu pflegen. So unterzog er sein Pferd Shabour noch schnell einer Hufpflege. Weiterhin werden auf einen Ritt über 65 oder auch 45 Kilometer Halfter und Strick mitgenommen, damit die Reiter bei einem Notfall das Pferd anbinden können. Eine Decke und ein Hufkratzer sowie ein Schwamm an warmen Tagen sind ebenfalls im Gepäck der Reiter.

Bei Puls über 64 war das Rennen zu Ende

Auf den Strecken, die als gekennzeichnete Rundkurse angelegt waren, existierten mehrere Kontrollpunkte mit Streckenposten. Hier gab es auch Wasser für die Pferde. Nach 25 Kilometern war eine Pause von 40 Minuten angesetzt, während der die Tierärzte den Puls der Pferde abermals kontrollierten. Dabei dürfen die Pferde keinen Puls über 64 Schläge in der Minute haben. Wenn dies der Fall war, mussten Pferd und Reiter den Wettkampf beenden.

Insgesamt gingen über 65 Kilometer ein Gespann und sechs Reiter an den Start. Auf die 45-Kilometer-Strecke wagten sich drei Gespanne und 17 Pferde. Und auf die als Einstiegsstrecke gedachten 25 Kilometer gingen 3 Gespanne und 17 Reiter. Unter den Gespannen war auch Cindy Jeschke, die mit ihrem Mini-Shetlandhengst Peppino für viel Beachtung bei den Reitern sorgte. "Auch Kleine können ganz groß sein", rief sie lächelnd den Startern um Josefine Hennings zu, als sie sich auf die Strecke begab.

"Es war ein wunderschöner Ausritt. Das Wetter war ideal, nicht zu heiß und nicht zu kalt. Und die Strecke war von Dirk Jerkowski sehr gut vorbereitet worden", lobte Siegfried Lemke aus Hackenstedt bei Haldensleben die Organisatoren.

Zur Siegerehrung bedankte sich Eckhard Makowski vom ausrichtenden Verband deutscher Distanzreiter bei Ina Vespermann, Andrea Greiner- Schmid, Dirk Jerkowski und allen fleißigen Helfern für die Organisation. Besonders hob er auch die gute Zusammenarbeit mit der Stadt Arendsee und Bürgermeister Norman Klebe hervor. "Es ist nicht selbstverständlich, dass wir so herzlich aufgenommen werden. Wir freuen uns schon jetzt auf die ,4. Pferdeparadies am Arendsee`-Distanz, die am 25. Juli zusammen mit der Landesmeisterschaft von Sachsen-Anhalt in Ziemendorf stattfinden wird", betonte er.

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