Salzwedel (me) l Die Mitarbeiter der kreiseigenen Deponie GmbH ärgern sich über viel zu voll gestopfte Mülltonnen. Zum Teil würden die Müllsäcke in den Behältern regelrecht gestapelt. Die Abfuhr erfolgt im Drei-Wochen-Rhythmus. Für viele Haushalte sei das kein Problem. Dennoch mehrten sich in der jüngeren Vergangenheit jene Restmülltonnen und Container, die übervoll sind. "Das ist nicht satzungsgemäß", wie Steffen Romatschke, Geschäftsführer der Deponie GmbH, erklärt.

Der Grundstückseigentümer habe dafür zu sorgen, dass allen Mietern die Behälter zugänglich sind. Diese dürften nur so gefüllt werden, dass die Deckel noch gut schließen und eine Entsorgung ordnungsgemäß möglich ist. Das Verdichten des Abfalls ist nicht erlaubt. Das Gesamtgewicht der Tonnen bis 240 Liter darf 75 Kilogramm und bis 1100 Liter 350 Kilogramm nicht überschreiten. Abfallsäcke seien zuzubinden. "Für 75 Kilogramm bis maximal 350 Kilogramm werden die Gebührenzahler veranlagt. Wer seine Tonne oder seinen Container überfüllt oder Tüten daneben stellt, lässt Restmüll auf Kosten der Gemeinschaft, also aller Gebührenzahler, entsorgen", schätzt der Deponie-Geschäftsführer ein. Außerdem würde so manches Ortsbild am Leerungstag verschandelt, wenn die Säcke, die bei der Leerung herausfallen, plötzlich auf dem Gehweg oder vor dem Grundstück liegen und sich dann wochenlang niemand dafür zuständig fühle, diese Dreckecken wieder zu beseitigen.

Verletzungsgefahr

Und Romatschke sorgt sich um das Wohlergehen seiner Mitarbeiter: "Müllsäcke, die oben auf liegen, können runterfallen und zu Verletzungen führen. Zudem haben sie mitunter Inhalte, die keiner von uns auf seiner Arbeitskleidung haben möchte". Die Arbeitsabläufe bei der Entleerung seien so festgelegt, dass die Tonnen und Container lediglich an das Fahrzeug angehängt und gekippt und danach wieder zurückgestellt werden. Wer sich nicht an die die Regelungen halte, müsse damit rechnen, dass die Restmüllbehälter nicht mehr geleert werden.

Ein weiteres Problem stellten Fremdanteile in Papiertonnen und Gelben Säcken dar. Diese sammelt die Firma Alba ein und deren Disponent Holger Prothmann hat kein Verständnis für die Fehlwürfe, die mühsam wieder aussortiert werden müssen. Altpapier sind Zeitungen und Zeitschriften und andere nicht verschmutzte, ausschließlich aus Papier bestehende, bewegliche Sachen einschließlich Verkaufsverpackungen. Nicht zum Altpapier gehören zum Beispiel Milch- und Getränkekartons, die Bestandteile, wie beispielsweise Kunststoffe, Wachse oder Alufolien haben.

Beratungsangebot

Fremdanteile finden sich immer öfter in Gelben Säcken so Haus- und Sperrmüllabfälle. Hinein gehören nur Verkaufsverpackungen aus Kunststoff, Blech, Verbundmaterialien, Alufolien und Styropor.

Bei Fragen steht die Abfallberatung der Deponie GmbH zur Verfügung. Zu erreichen ist sie unter der Rufnummer 03907/720913. Auskünfte gibt es montags, mittwochs und donnerstags von 7 bis 15.30 Uhr, dienstags von 7 bis 16.45 Uhr und zusätzlich telefonisch bis 18 Uhr sowie freitags von 7 bis 14.15 Uhr.