Salzwedel/Havelberg l Zur Eröffnung der Bundesgartenschau am 18. April in Brandenburg an der Havel war auch Sabine Danicke anwesend. Und das, was sie dort gesehen hat, beeindruckte Salzwedels Stadtoberhaupt sehr. "Ich zolle meinen Amtskollegen der fünf beteiligten Städte großen Respekt", erklärte Sabine Danicke.

Denn eine derartig groß angelegte Veranstaltung benötige den Einsatz und die Begeisterung der Akteure vor Ort. "Das braucht viel Kraft, viel Enthusiasmus und vor allem Unterstützung", lobte sie. Schließlich müssten die entsprechenden Gremien und Verbände in den Orten eingebunden und motiviert werden. "Als Oberbürgermeisterin weiß ich, wieviel Kraftaufwand dahinter steckt."

Die Bundesgartenschau 2015 ist anders als ihre Vorgängerinnen. Anders in der Dimension, anders in der Ausgestaltung. Denn Brandenburg an der Havel, Premnitz, Rathenow, Stölln und die Hansestadt Havelberg haben sich gemeinsam dazu entschlossen, die traditionsreiche Schau gemeinsam zu veranstalten. Allein in Havelberg wurden insgesamt 18,1 Millionen Euro investiert, 15,3 Millionen Euro davon stammen aus Förderprogrammen.

Anmeldung für Leader-Fördermittel

"Da werden auch wir Altmärker in den nächsten sechs Monaten gerne und oft vorbei schauen", ist sich Salzwedels Oberbürgermeisterin sicher. Auch könnte Motivation und Mut geschöpft werden, um eine Landesgartenschau zwischen Arendsee und Salzwedel im Jahr 2026 zu organisieren. "Unsere Amtskollegen haben etwas gewagt, haben sich nicht beirren lassen. Das könnte auch für uns ein Fingerzeig sein", blickte Oberbürgermeisterin Danicke voraus.

Der erste Schritt für eine Landesgartenschau zwischen Salzwedel und Arendsee ist bereits gemacht. "Wir haben eine Anmeldung für Leader-Fördermittel für das Projekt eingereicht. Schließlich müssen wir zunächst einmal herausfinden, ob für ein solches Vorhaben finanzielle Mittel akquiriert werden können, bevor wir konkretere Pläne aufstellen", erklärte Olaf Meining, Leiter des Stadtmarketingamtes, gestern auf Volksstimme-Nachfrage.

Bereits beim nächsten Marketingausschuss am 4. Mai soll unter anderem über die mögliche Ausrichtung der Landesgartenschau 2026 diskutiert werden. "Wir wollen dort einfach mal die Idee in den Raum stellen und mit der Politik ins Gespräch kommen. Schließlich muss so ein Projekt gut durchdacht werden und benötigt eine breite Unterstützung", so Olaf Meining.