Salzwedel (ap). "Die Diskussion im Sozialausschuss der Stadt Salzwedel bezüglich der Grundschuleinzugsbereiche finde ich sehr einseitig", sagte gestern Günther Serien aus Siedenlangenbeck am Lesertelefon. Gesprochen werde immer nur davon, dass die Hansestadt 20 500 Euro an andere Gemeinden zahlen müsse, weil Erst- bis Viertklässler außerhalb der Grenzen der Stadt Salzwedel lernen.

"Aber dann muss man auch mal die Summe nennen, die die Verbandsgemeinde Beetzendorf-Diesdorf an die Stadt als Gastschulbeitrag zahlt: Im Vorjahr waren das gut 75 000 Euro", machte Günther Serien deutlich. Diese Summe sei erheblich höher als das, was die Stadt an andere zahle, verglich er.

Der Siedenlangenbecker finde nicht gut, dass sich die Diskussion nur um das Geld drehe, aber keiner so richtig die betroffenen Kinder im Blick habe. "Ich bin der Meinung, dass in den Grenzbereichen zwischen den Gemeinden unbedingt das Interesse der Kinder und Eltern berücksichtigt werden sollte. Es kann nicht sein, dass die Wege zum Lernen für die Erst- bis Viertklässler unendlich lang werden", sagte Günther Serien. Es solle eine für beide Seiten tragbare Lösung gesucht werden.