Siedenlangenbeck (ap). Wie sieht es aus mit der Umsetzung des Funk-DSL-Ausbaus in der Gemeinde Kuhfelde? Diese Frage beantwortete Markus Starck, Mitarbeiter der Verbandsgemeinde (VG) Beetzendorf-Diesdorf, während der Kuhfelder Ratssitzung im Siedenlangenbecker Gemeindehaus. Die einstige Verwaltungsgemeinschaft sei bereits 2008 aktiv geworden, um etwas gegen die Internet-Unterversorgung in der Region zu tun. Im Dezember 2009 habe es die Zuwendungsbescheide dafür gegeben. Das Geld stamme aus dem Konjunkturprogramm II. Die Gemeinde Kuhfelde sei erst seit 1. Januar 2010 Mitglied der VG. Somit konnte für diese nicht geplant werden. Die Verwaltungsgemeinschaft Salzwedel Land, der die Gemeinden bis Ende 2009 angehörten, hatte in Sachen Marktversagen bezüglich der Breitbandversorgung nichts unternommen. Demnach mussten diese Schritte jetzt nachgeholt werden.

Die Verwaltung habe eine Variante gefunden, damit auch in der Gemeinde Kuhfelde schnelleres Internet möglich sei, informierte Markus Starck. Beim Ausbau in der Gemeinde Rohrberg konnten etwa 9000 Euro eingespart werden. Wenn das Amt für Landwirtschaft, Flurneuordnung und Forsten sowie die Staatskanzlei Magdeburg zustimmen, könnte das Geld für Kuhfelde genutzt werden. Nachgewiesen werden konnte zwischenzeitlich, dass die Versorgung unter 2 MB liege und dass es keine Firma gebe, die die Erschließung ohne Fördergelder umsetzen würde. Das schnellere Internet per Funk solle jetzt in Schieben, Vitzke und Wötz aufgebaut werden. Denn dort sei die Unterversorgung am größten. Ein Problem gebe es auch bei zwei Grundstücken am Ortsrand von Wöpel, für die eine Lösung gesucht werde. Der Verwaltungsmitarbeiter zeigte sich optimistisch, dass die Umsetzung bald erfolgen könne. Jetzt werde nach Antennenstandorten gesucht und Nutzungsverträge dafür ausgearbeitet. "Wenn alles klappt, ist der Funk-DSL-Ausbau im Sommer fertig", nannte Markus Starck das Ziel.

Die Gemeinde Kuhfelde trägt einen Eigenanteil von 6000 Euro. Dieser ist im Haushalt beschlossen. "Funk-DSL ist für mich nur eine Übergangslösung. Die Zukunft liegt in Glasfaserleitungen", machte Bürgermeister Frank Leskien deutlich. Jedoch würde ein gutes Internet auf jeden Fall gebraucht.