Sie ist achteckig, 1,20 Meter hoch, hat einen Durchmesser von 4 Metern und wiegt 1,5 Tonnen: die Kuppel auf der neuen Grundschulaula. Monteure aus Bayern bugsierten die Einzelteile mit dem Kran auf das Flachdach, bauten sie zusammen und installierten sie über dem kreisrunden Betonring. Mit den eingebauten acht Klappen und Motoren werden die eingesetzten Scheiben zur Belüftung reguliert.

Arendsee. Grundschulleiterin Marita Haefke besuchte gestern die Baustelle der neuen Arendseer Ganztagsschule. In ihrer Freistunde erlebte sie kurz nach 9 Uhr mit, wie die Einzelteile der Kuppel für die Schulaula aus Bayern eintrafen. "Es freut mich sehr, wie zügig die Bauarbeiten vorangehen", lobte sie.

Wenige Minuten später hingen die Kuppelteile am Kranhaken. Dann wurden sie auf das Flachdach der Aula bugsiert. Dort nahmen sie der leitende Monteur Uwe Erler und sein Kollege Mario Pettke entgegen. Sie bauten die Metallstreben so zusammen, dass sie als Ganzes nach etwa zwei Stunden am Kranhaken über die vorbereitete Öffnung mit vier Metern Durchmesser im Auladach schwebten. Die Männer wiesen die 1,5 Tonnen schwere achteckige Kuppel passgerecht ein. Dann lag sie genau in dem Betonring, in dem sie anschließend befestigt und versiegelt wurde.

Nachmittags verlegten die Monteure die Glasscheiben und setzten die acht Klappen und Motoren ein. "Damit wird die Belüftung geregelt", so Uwe Erler.

Auch Bauamtsleiter Gert Reckling kletterte auf das Auladach und nahm die Kuppel-installation in Augenschein. "Gute Arbeit und voll im Zeitplan", schätzte er ein. Als nächste können auch die Glasscheiben der Aulafenster, die von der Decke bis zum Boden reichen, eingesetzt werden. Damit ist die effiziente Ausnutzung des Tageslichts gewährleistet.

Unterstellen bei Regen

Das Dach der Aula sei fast einen Meter vorgezogen, so dass sich die Glasfront auch bei starkem Sonnenschein nicht zu sehr aufheizen könne, so Reckling. "Und unsere Schüler können sich bei Regen in den Pausen unterstellen und sind trotzdem an der frischen Luft", freute sich Marita Haefke.

Sowohl das Dach der Aula als auch das des Nebengebäudes wird nach dem Verlegen von heiß verklebten Bitumenbahnen, der Wärmeisolierung und mehreren Schichten Spezialfolien begrünt.

Die Außenarbeiten auf der Baustelle sind bis auf einige Betonarbeiten für die Treppenpodeste fast abgeschlossen. Im Inneren des Gebäudes, das mit einem Heizlüfter erwärmt wird, werden die Elektrokabel verlegt. Die Arbeiten an Heizungs- und Sanitärablagen laufen parallel.

Im Sommer soll das 3,6-Millionen-Euro-Vorhaben abgeschlossen werden.

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