Mahlsdorf (ht). Blauer Himmel, kaum Wind und ein Brummen, das immer wieder die Rufe der Kraniche in der Jeetzeniederung übertönte: Am Sonnabendvormittag zog ein Hubschrauber zwischen B 71, Mahlsdorf und Amt Dambeck seine Runden. Teilweise nur 50 Meter über dem Boden. Im Schlepptau hatte er eine riesige Antenne in Oktaeder-Form. Geoelektrische Messungen sind auf diese Art und Weise im Auftrag von Wissenschaftlern der Kieler Universität vorgenommen worden. Messungen, die eigentlich bereits am Mittwoch und Donnerstag erfolgen sollten, wohl aber infolge des schlechten Flugwetters verschoben wurden. Bereits am Mittwoch protestierten in Maxdorf Altmärker gegen den Helikoptereinsatz (die Volksstimme berichtete). Denn er ist ein Teil eines dreijährigen Forschungsverbundes, der klären soll, ob mit Kohlendi-oxid die Erdgasausbeute im Erdgaslagerfeld Mahlsdorf erhöht und zugleich das als Klimakiller verschrieene Gas sicher für Mensch und Umwelt in über 3000 Metern Tiefe endgelagert werden kann. Im Sommer läuft das vom Bundesforschungsministerium finanzierte Projekt aus. Die Bürgerinitiative "Kein CO2-Endlager Altmark" befürchtet, dass mit dieser Forschung die Tür zu weiträumiger CO2-Verpressung in der Altmark geöffnet wird.