Salzwedel - Wie ist Salzwedel auf den Internationalen Hansetag 2008 vorbereitet? Antworten auf diese Fragen wird die Hansekommission während ihrer Herbstsitzung in der Kreisstadt suchen. Vom 23. bis 25. November werden rund 50 Vertreter von Hansestädten aus ganz Eu-ropa unter der Leitung von Hansevormann und Lübecks Bürgermeister Bernd Saxe in Salzwedel tagen. Das erklärte gestern Bürgermeister Siegfried Schneider während des Pressefrühstücks der Hansecrew. Für Salzwedel wird es die erste Nagelprobe sein.

Bange ist Schneider nicht, denn die Vorbereitungen für den Internationalen Hansetag laufen auf Hochtouren. Unter anderem auch in der Jeetze-Landschaftssanierungs GmbH. Seit gut einem Jahr arbeiten bis zu 80 Frauen und Männer der ABM-Gesellschaft an diversen Aufträgen. Unter anderem sind bereits 53 der mehr als 80 notwendigen Markthütten gezimmert. Für das geplante Kinderfest wurden bereits 120 Meter Wimpelkette genäht, mehr als 100 Wappen der Hansestädte mit der Hand gemalt. Zehn Blumensäulen sind bereits hergestellte worden, berichtete gestern Cornelia Wiechmann, die Frau für das Kreative in der ABM-Gesellschaft. In Kürze soll der alte Gerlach-Holst-Speicher in Salzwedel beräumt werden. Immerhin wird er der Ort für das Projekt "Speicher unter" der HanseArt sein. Zwei Künstler haben dafür bereits ihre Bewerbung eingeschickt, hieß es gestern.

Fest gezurrt ist bereits der Veranstaltungsplan für den Internationalen Hansetag Anfang Juni 2008. Fest eingebettet darin ist das Wirtschaftsforum, das in diesem Jahr in Lippstadt seine Premiere hatte. Dazu werden Bundes-Umweltminister Sigmar Gabriel, der E.On-Avacon Vorstandsvorsitzende Klaus-Dieter Maubach und Claus Friedrich Holtmann, Geschäftsführender Präsident des Ostdeutschen Sparkassenverbandes, erwartet. Finanziert wird das Wirtschaftsforum zu 100 Prozent über Sponsoren, betonte Schneider gestern. Er verwies darauf, dass die Stadt Salzwedel mittlerweile rund 100 000 Euro an Sponsorengelder zusammengetragen hat. "Vor einem Jahr hatten wir fast nichts." Fest stehe aber auch, dass der Internationale Hansetag nicht mit einer schwarzen Null für die Stadtkasse enden wird. "Wir rechnen mit einem Defizit von mindestens 150 000 Euro", erklärte Schneider. Das sei aber gut angelegtes Geld, denn von dem Großereignis erhofft sich die Stadt und die ganze Region eine "dauerhafte Wirkung". Die Zusatzbezeichnung "Hansestadt" an den Ortseingangsschildern der acht altmärkischen Hansestädte ist mit Sicherheit eine solche Wirkung. Der Weg für diese so genannte Gattungsbezeichnung ist frei.