Stendal. Es ist sicher Zufall, dass 16 Damen und Herren Kunstwerke zum Thema "Mythos Hanse" im Altmärkischen Museum ausstellen. 16 Hansestädte existieren in Sachsen-Anhalt, 8 davon in der Altmark. So gesehen ist es kein Zufall, dass die Ausstellung aus Salzwedel kommt. Die Hansestadt richtet im Juni 2008 den Internationalen Hansetag aus. Eine kleine, neugierig machende Vorschau bietet die jetzige Ausstellung an, die jüngst in Stendal eröffnet wurde.

Hanseleben, Symbole ihres Daseins aus der Vergangenheit holend und in die Gegenwart stellend und damit den Blick in Zukünftiges richtend, ist der Grundgedanke dieser Schau.Quilts, kunstvolle Arbeiten aus zusammengesetzten Stoffresten, bilden den Hauptinhalt der Wanderausstellung, die demnächst in der Hauptstadt Berlin zu sehen sein wird, nachdem sie bereits im Magdeburger Kultusministerium aushing. "Unterwegs" von Margret Drosin, "Aus dem Leben der Hanse" von Hiltburg Wussow oder "Die Hanse – Segeln zwischen Stockfisch und Atlanta" von Monika Bresch heißen die Arbeiten zum Beispiel. Ein hölzernes Schiff, aufgetakelt mit wetterfesten eisernen Segeln von Andreas Marquardt, scheint die Meere zu durchstampfen. Und Hans Molzberger steuert "Das Tor", Rakukeramik auf patinierter Stahlplatte, bei. Während Andreas Neuling mit "Glaube – Liebe – Hoffnung", in Öl gemalt, das Motto der Ausstellung auf seine Weise umreißt. Einige interessante Exponate aus Beständen des Altmärkischen Museums machen dazwischen neugierig auf die demnächst zu erwartende Neugestaltung der Museumsräume unter dem Tenor: "Hansestadt Stendal".