Zum Neujahrsempfang hatte die Mittelstands- und Wirtschaftsvereinigung Schönebeck am Dienstag geladen. Zu erfahren war, dass sich im Industriepark West mehrere Firmen ansiedeln werden.

Schönebeck l Kurz und bündig, informativ und unterhaltsam. Der Neujahrsempfang der Mittelstands- und Wirtschaftsvereinigung (MIT) Schönebeck und des CDU-Ortsverbandes am Dienstagabend im Dr.-Tolberg-Saal gefiel durch seinen kurzweiligen Charakter. Längen gab es weder in den Ansprachen noch in der musikalischen Untermalung. Für die sorgte die Mitteldeutsche Kammerphilharmonie unter Leitung ihres Chefdirigenten Gerard Oskamp mit der Petite Symphonie und einer Melodie aus einem James Bond Film.

Prägnante Klänge. Und auch die Grußworte kamen schnörkellos daher. Der Landtagsabgeordnete und Schönebecker MIT-Chef Gunnar Schellenberger (CDU) begrüßte die aus allen gesellschaftlichen Bereichen erschienenen Gäste im gut gefüllten Saal. In seiner Ansprache ließ Schellenberger das Jahr 2013 schwerpunktmäßig Revue passieren. Natürlich gehörte die Juni-Flut zum Rückblick. Die Flut ist längst abgeebbt, aber das Grund- und Drängwasserproblem werde Schönebeck weiter beschäftigten, sagte der Christdemokrat. "Es geht jetzt darum, bereits sorgfältig geprüfte Projekte in die Tat umzusetzen", betonte er und bezog sich damit vor allem auf den Abfanggraben entlang der Ortsumgehung. Der Kandidat für das Amt des Landrates fügte hinzu: "Der Einsatz eines Projektsteuerers durch das Land, zur Koordinierung von Maßnahmen in der Region, ist ein wichtiger Schritt."

Mit der Schullandschaft sprach Schellenberger einen weiteren Themenbereich an. Er verwies auf die umfangreichen Sanierungsarbeiten am Schönebecker Gymnasium (aktuelle Investitionssumme stolze 6,2 Millionen Euro) und die GB-Schule Lindenstraße (Investition 3,9 Millionen Euro).

Schellenberger begrüßte die Übernahme des Schönebecker Krankenhauses durch den Ameos-Konzern. "Die Umsetzung der Beschäftigungsgarantie zusammen mit dem Betriebsrat verhinderte allein in Schönebeck eine betriebsbedingte Entlassung von über 100 Mitarbeitern", argumentierte der MIT-Vorsitzende. Das Jahr 2014 werde im Zeichen der Forcierung des Neubaus der Inneren Klinik in der Köthener Straße stehen. "Da hoffe ich auf die Unterstützung der hier anwesenden Landtagskollegen", ließ Schellenberger durchblicken.

Er würdigte weiterhin den Umbau des Salzlandmuseums seit 2010 (Investitionssumme fast 600000 Euro) und die bis 2018 festgeschriebene Finanzierung der Mitteldeutschen Kammerphilharmonie. Mit der Realisierung der Kreisgrabenanlage Schönebeck - mit Unterstützung der Salzlandsparkasse und der Ostdeutschen Sparkassenstiftung - werde die Stadt international Aufmerksamkeit erregen.

Auf wirtschaftlichem Gebiet, so Schellenbergers Voraussage, werde Schönebeck wachsen. Im vergangenen Jahr seien im Industriepark West 34000 Quadratmeter an sieben klein- und mittelständische Unternehmen verkauft worden. "Der Baubeginn ist bereits erfolgt oder steht unmitelbar beovor." Hinsichtlich der Schönebecker Ortsumgehung fehle nun nur noch der vierte Bauabschnitt zwischen Alte Fähre und Gommern.

Der Einladung zum MIT-Neujahrsempfang waren unter anderem Parlamentspräsident Detlef Gürth und Innenminister Holger Stahlknecht (beide CDU) gefolgt. Während Gürth in seinem Grußwort auf den großen Wert der parlamentarischen Demokratie einging, meinte Stahlknecht im Namen der Anwesenden stolz sein zu können auf die Entwicklung, die Sachsen-Anhalt seit der Wende genommen hat. Sein Appell an das Publikum: "Bleiben Sie fröhlich. Wer schaffen will, muss fröhlich sein."

Zur Erläuterung: Die MIT ist die innerparteiliche Interessenvertretung der Unternehmer, Selbständigen und Freiberufler in CDU und CSU.