Als einer von drei Standorten im Salzlandkreis ist die Johanniter-Rettungswache an der Bernburger Straße in Calbe aufgewertet worden. Ein zusätzlicher Rettungstransportwagen sowie vier weitere Rettungsassistenten und zwei Rettungssanitäter leisten dort seit Jahresbeginn ihren Dienst.

Calbe l Rund 120 000 Euro hat das in einer Schönebecker Firma ausgebaute Spezialfahrzeug gekostet. Seit Jahresbeginn steht das nagelneue Gefährt vor der Calbenser 24-Stunden-Rettungswache. "Ausgestattet ist es mit modernster Medizintechnik", sagt Lehrrettungsassistent Hendrik Goericke. Umgewöhnen müssten sich die Lebensretter nicht. Alles habe den gleichen Standard wie auf dem bisherigen zweiten Rettungswagen. "Nur eben neuer", sagt Goericke.

Die Erweiterung sei nach den Worten von Martina von Witten notwendig geworden, da die gesetzlich vorgeschriebene Hilfsfrist nicht in allen Fällen in den geforderten zwölf Minuten eingehalten werden konnte. "Das betrifft die Zeit vom Notrufeingang bis zum Eintreffen des Rettungswagens am Notfallort", erklärt sie als neuer Johanniter-Regionalvorstand für Magdeburg, Jericho-wer Land, Börde- und Salzlandkreis. "Damit ist der Calbenser Standort deutlich aufgewertet worden", unterstreicht von Witten.

Der Landkreis als Träger des Rettungsdienstes beauftragte die Organisation mit der Erweiterung, die auch in Könnern (Deutsches Rotes Kreuz) und Egeln (Johanniter) durchgeführt wurde. Neben neuer Technik leisten in Calbe vier zusätzliche Rettungsassistenten und zwei Rettungssanitäter wochentags von 8 bis 22 Uhr, sonnnabends von 7 bis 23 Uhr sowie sonntags von 8 bis 21 Uhr gemeinsam mit den Kollegen des ständig besetzten Rettungswagens und Notarzteinsatzfahrzeuges ihren anspruchsvollen Dienst am Menschen.

Das Einsatzgebiet bei medizinischen Notfällen erstreckt sich für die Calbenser nach den Worten von Salzlandkreis-Fachgebietsleiter Jan Roschkowski von Großmühlingen bis Nienburg und von Eickendorf bis Tornitz. Seit Jahresbeginn ist der angepasste Rettungsdienstbereichsplan des Salzlandkreises in Kraft und liegt als Satzung vor. "Perspektivisch müsste über den Bau einer Unterstellmöglichkeit für das neue Fahrzeug nachgedacht werden", meint Hendrik Goericke. Damit sei das Einsatzfahrzeug nicht großen Temperaturschwankungen im Hochsommer oder im tiefsten Winter ausgesetzt.

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