Wenn der Eickendorfer Carneval-Club (ECC) in die Sporthalle lädt, strömen die Besucher nur so. Enttäuscht wurden sie auch in diesem Jahr nicht: Büttenreden, Tänze und die unvergleichlichen "Likörsisters" stimmten auf einen Partyabend ein, der erst weit am Morgen endete.

Eickendorf l Präsident Jörg Köppl machte es dem Publikum am Sonnabend wahrlich nicht einfach. "Was ist in diesem Jahr anders als sonst?", fragte er in die ausverkaufte Sporthalle. Schwer, denn die Karnevalisten erfinden sich ohnehin jede Saison neu, stricken aktuelle Elemente in ihr Programm und bleiben sich dabei doch selbst treu. Das ist in Eickendorf genauso wie anderswo und am Ende musste der Präsident die Antwort selbst geben: Die Garde war es, die sich verjüngt hat, mit Tänzerinnen aus dem Vereinsnachwuchs. Ihre Sache machten sie auch gut und dem Publikum berechtigte Hoffnung, dass die nächste Karnevalsgeneration bereits bestens aufgestellt ist.

Diesen Eindruck untermauerte auch die Kindergruppe, die mit einem eigenen Programmteil vertreten war. Die "Society Dancing Girls" boten alles, was auch den großen Karnevalisten Spaß macht: Büttenrede, Gesang und natürlich Tanz. Und als die Mädchen atemlos zu Helene Fischer auf der Bühne rockten, gab es auch im Publikum kein Halten mehr - die Eickendorfer waren textsicher.

Gesanglich überzeugten außerdem die "Likösisters", die sich ganz züchtig als Shanty-Chor versuchten und den Tischreihen zehn Minuten Dauerschunkeln abverlangten. Lange hielt das Matrosenimage aber nicht an und "Brombeer-Bille", "Himbeer-Heike" und Co. widmeten sich wieder dem Gesang über Hochprozentiges. Da passte dann bei ihrem zweiten Auftritt auch der Text des Schunkel-Klassikers "Herzilein": "... und Schuld war doch nur der Wein". Lasziv gab Conny Weddige in diesem Jahr den "Mambo No. 5" und angelte sich prompt auch einen Herrn aus dem Publikum. Jürgen Gärtner berichtete über sein "Christinchen" und was die beiden "Putzfrauen" Anne-Dore Kricke und Anja Köppl aus dem Dorfalltag zu berichten hatten, ließ auch den einen oder anderen im Publikum wissend schmunzeln.

Fast drei Stunden Programm hatten die sympathischen Eickendorfer auf die Bühne gebracht und alles geboten, als ganz kurz vor dem großen Finale noch einmal die alte Garde ran durfte. Mit Applaus und johlenden Begeisterungsrufen musste das Männerballett in die Zugabe, ehe der Abend der Karnevalsparty gehörte.

Für die Abendveranstaltung am Sonnabend, 1. März, sind noch Karten zu haben. Informationen im Internet unter www.eickendorfer-carneval-club.de

   

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