"Kanu Kanau" hieß es am Sonnabendabend wieder im Barbyer "Rautenkranz". Die Kanuten boten einen unterhaltsamen Fasching. Die Darsteller schafften es, das Publikum mehrfach von den Stühlen zu reißen. Besonders begeisterte das Prinzenpaar.

Barby l Das Prinzenpaar Lucas Abramowski und Lina Stolle eröffnen mit der Proklamation der Regeln den Abend. Die beiden werden später am Abend noch für eine Überraschung sorgen. Denn bei der Eröffnung des Tanzes für die Faschingsbesucher stellen sie sich erst bieder auf dem Parkett auf. Anschließend zeigen sie aber, dass sie auch einige Tanzschritte einstudiert haben. Der Auftritt kommt so gut beim Publikum an, dass die beiden ihre Show gleich zweimal zeigen müssen.

Zwischenbeifall bekommen außerdem auch Berti Wegener und Matthias Ecke für ihren Gesang rund um lokalpolitische Themen. Als Irrer gibt sich Berti dabei aus. Mit seinem Lied bringt er die Dinge auf den Punkt, die im vergangenen Jahr schief gelaufen sind. Das rund dreistündige Programm bei den Kanuten ist kurzweilig geraten. Immer wieder gibt es Tanzmöglichkeiten für das Publikum. Mit der Hauscombo des Ostdeutschen Rundfunks haben die Barbyer vor allem Staßfurter Vollblutmusiker engagiert, freut sich Vereinschef Jens Vogt. Die Musiker wissen genau, wie sie den Saal zum Kochen bringen.

Auch im 62. Jahr des Kanutenfaschings hat der Verein nichts an seiner Attraktivität eingebüßt. Eine Flugzeugentführung haben sich die Ratsfrauen als Thema ausgedacht. Die Entführer quälen die Passagiere mit allerhand Forderungen. Ganz außer Puste kommen an diesem Abend auch die kleinen Funken. "Bauer sucht Frau" spielen sie musikalisch vor und müssen gleich zweimal auf das Parkett. Völlig außer Atem kommen später auch die Ratsherren. Das Männerballett begeistert seit jeher die Besucher. Viel nackte Haut in enger Sportbekleidung wird den Besuchern geboten. Richtig steigt die Stimmung aber zu Schluss noch einmal an. Nach dem gemeinsamen Schlusslied geht es mit der Polonaise durch den Saal. Selbstverständlich führt die Vereinsfahne den Menschenzug an.

Das Ende des Programms bedeutet für die Besucher, dass sie an der Reihe sind. Bis weit nach Mitternacht spielen die Bandmitglieder der Hauscombo einen Ohrwurm nach dem anderen. Erst am frühen Morgen kehrt im "Rautenkranz" langsam wieder Ruhe ein. Heute erwarten die Kanuten wieder viele Besucher, zur zweiten Sitzung.

   

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