Schönebeck/Staßfurt l Die Salzlandsparkasse verdankt ihr Wachstum im vergangenen Jahr insbesondere dem Kundengeschäft. "Die Kundeneinlagen sind in den vergangenen Jahren kontinuierlich gestiegen - 2013 um 35,2 Millionen Euro beziehungsweise knapp zwei Prozent auf 1,824 Milliarden Euro. Vor dem Hintergrund der stetig sinkenden Einwohnerzahl im Salzlandkreis sei dieser Zuwachs besonders hoch zu bewerten. "Während die Bevölkerungszahl im Jahr 2013 um etwa 1,4 Prozent zurückging, wuchsen die Kundenanlagen um 3,1 Prozent an", sagte Ibsch nicht ohne Stolz.

Angesichts der von der EZB gesteuerten Niedrigzinspolitik standen vor allem kurzfristige Anlageformen im Fokus der Kunden. So verzeichneten die Spareinlagen ein außergewöhnliches Plus von 84,2 Millionen Euro. Sie fingen damit vollständig den Rückgang der hoch verzinsten und im Vorjahr verstärkt ausgelaufenen Sparkassenbriefe auf.

Beim Wertpapiergeschäft sei allerdings nach wie vor eine Zurückhaltung der Kunden zu beobachten. Sicherheit stehe bei ihnen im Vordergrund.

Positive Zahlen kann die Salzlandsparkasse auch bei der Kreditvergabe vermelden. Wichtige Basis dafür sind ihre Einlagenstärke und ausreichendes Eigenkapital, die es ihr problemlos ermöglichen, die Kreditversorgung im Salzlandkreis sicherzustellen. Ibsch: "An neuen Darlehen wurden im vergangenen Jahr insgesamt 184,8 Millionen Euro zugesagt. Der größere Teil davon entfällt auf Unternehmen und Selbständige, bei den öffentlichen Haushalten war dagegen auf Grund der Förderprogramme Stark II ein starker Rückgang zu verzeichnen. Bei den Investitionen der Firmen und Mittelständler sind weiterhin ein Aufwärtstrend und Optimismus erkennbar. Das spiegelt sich deutlich in der Vergabe neuer Kredite an Unternehmen und Selbständige wider. Die neu erteilten Zusagen stiegen von 71,5 Millionen Euro im Jahr 2012 auf 91,4 Millionen Euro im Jahr 2013. Das ist ein beachtlicher Zuwachs um 27,8 Prozent."

Der Bestand bei den Kreditbewilligungen an gewerbliche Kunden ist leicht um 2,1 Millionen Euro gestiegen, ebenso bei Krediten an Privatpersonen, wo der Anstieg 2,7 Millionen Euro betrug. Bei letzteren dominieren die Wohnungsbaufinanzierungen, insbesondere zur Senkung der Energiekosten. Hier liegen die Neubewilligungen bei 40,2 Millionen Euro. Das ist ein Plus von 7,6 Prozent.

Er verwies darauf, dass die Salzlandsparkasse Ende Dezember 2013 insgesamt 1,058 Milliarden Euro verliehen hatte. Der Bestand an Krediten ist damit gegenüber dem Vorjahr trotz der genannten positiven Entwicklungen leicht zurückgegangen. Das ist allein auf die rückläufige Entwicklung bei den Ausleihen an öffentliche Haushalte zurückzuführen. Mit einem Kreditbestand von 50 Prozent der Bilanzsumme liegt die Salzlandsparkasse deutlich über dem Durchschnitt des Ostdeutschen Sparkassen- und Giroverbandes von 38 Prozent und über dem Landesdurchschnitt von 40 Prozent, sagte Ibsch.

Der Vorstandsvorsitzende Hans-Michael Strube machte einmal mehr deutlich, dass die Salzlandsparkasse heute wie zu ihrer Gründung vor 190 Jahren in Bernburg nicht profitorientiert sei. "Das Geld, das wir verdienen, wird wieder vollständig im Salzlandkreis eingesetzt, zur Stärkung des Eigenkapitals und für gemeinnützige Zwecke. Kein Euro verlässt den Salzlandkreis", so Strube. Im Gegensatz zu anderen Geldhäusern gebe es bei der Sparkasse keine Bankerboni und keine Zielvorgaben der Berater für bestimmte Produkte.

Auf das Netz von insgesamt 44 Geschäftsstellen eingehend, sagte Strube, dass die Sparkasse möglichst alle Standorte behalten wolle. Vier Geschäftsstellen in Aschersleben, Bernburg, Schönebeck und Staßfurt hätten jeden Tag von 9 bis 18 Uhr geöffnet.