Die Stadt Barby möchte weiterhin Bestandteil der Leaderregion Elbe-Saale in der neuen Förderperiode 2014 bis 2020 bleiben.

Barby l Ohne die Leader-Förderung würde gegenwärtig die Turmsanierung auf der Rosenburg kaum möglich sein. Auch verschiedene private Objekte, die "kulturhistorische Relevanz" nachweisen, profitieren davon. Das betrifft solche Bauten wie die Windmühle von Groß Rosenburg, ein Bauernhof in Zuchau oder die Kirche von Döben. Hier bekamen die Antragsteller bis zu 35 Prozent Leader-Fördermittel.

"Insgesamt haben wir seit 2008 1,7 Millionen Euro in kommunale wie private Objekte investiert, wovon 785000 Euro Fördermittel waren", sagt Bauamtsleiter Holger Goldschmidt. Das nächste öffentlichkeitswirksame Projekt dürfe die Kreisgrabenanlage bei Pömmelte werden, die mit 287000 Euro bezuschusst wird.

Seit 1991 fördert die Europäische Union mit Leader Projekte, Investitionen und Aktionen, die zu einer nachhaltigen Stärkung ländlicher Räume beitragen. Voraussetzung ist, dass diese Projekte in einer anerkannten Leaderregion umgesetzt werden.

Die Abkürzung Leader steht dabei für die aus dem Französischen übersetzte Bedeutung "Verbindung zwischen Aktionen zur Entwicklung der ländlichen Wirtschaft". Für den Zeitraum 2007 bis 2013 wurden in Deutschland 242 Leaderregionen bestätigt, 23 davon in Sachsen-Anhalt.

Nach Beendigung der Förderperiode 2007 bis 2013 ist 2014 ein Übergangsjahr für den neuen Leader-Zeitraum bis 2020. Jetzt werden die restlichen zur Verfügung stehenden Fördermittel gebunden, und es sollen die Regionalen Entwicklungskonzepte der Leaderregionen in Sachsen-Anhalt fortgeschrieben werden. Hierzu wird es einen Wettbewerb geben. Deshalb ist es erforderlich, rechtzeitig die Weichen zu stellen und die Voraussetzungen zu schaffen, um in der neuen Förderperiode die angeschobene und vor allem erfolgreiche Arbeit fortzusetzen, hieß es gestern im Stadtrat.