Schönebeck l Geduldig musste sein, wer gestern Vormittag wissen wollte, ob seine heimischen Schätze wirklich Raritäten oder eher Plunder sind. Die Experten Karl Klittich, Dirk Herrmann und Reinhard Banse hatten zur kostenlosen Einschätzung alter Gegenstände ins Salzlandmuseum eingeladen. Wieder einmal war der Zuspruch enorm.

Und ja, die Kenner sahen so manche Rarität. "Mir hat schon jemand ein sehr schönes und komplettes Fischbesteck gezeigt", erzählt Karl Klittich, der in Braunschweig ein Antiquariat hat. Das Besteck sei um 1920/1930 in Calbe bei einem Juwelier gekauft worden und sei immer noch im Originalkasten verpackt. Weiterhin sah er wertvolle Meißener und Volkstedter Porzellanfiguren. Zu einigen interessanten Gemälden müsse er erst noch recherchieren. Das passiere in Ruhe in seinem Büro, so Karl Klittich. "Wir haben wieder einen großen Querschnitt von qualitativ hochwertigen Einzelstücken. Die Leute wollen halt wissen, was sie zu Hause stehen haben, ob es sich lohnt, es restaurieren zu lassen." Ein besonderes Besteck von 1875 hatte auch Juwelier Dirk Herrmann vor sich. Ein Borner Paar war damit vor Ort und wollte es schätzen lassen. Er hatte es von seinem Onkel geerbt und auch schon benutzt - "immer zu Weihnachten", erzählt die Frau. Und Reinhard Banse, Experte für Münzen und Orden, schwärmte von einem Güstener, der eine große Sammlung von Bierkrügen jeglicher Art dabei hatte.

Die nächste Veranstaltung ist am 28. September in der Schlossdomäne Wolmirstedt.