Ostern, Sole, Eierbecher und Salzstreuer scheinen in Schönebeck eine unsichtbare Einheit zu bilden. Während der Solepark aufruft, Salzstreuer für eine Ausstellung zur Verfügung zu stellen, hat die Schönebeckerin Petra Grimm-Benne bereits 300 Eierbecher in der Vitrine zu stehen.

Schönebeck l Es gibt viele Gründe zu sammeln. Sei es wissenschaftliche Neugier, der Anspruch, Kulturgut für die Nachwelt zu erhalten, Entwicklungen zu dokumentieren oder einfach aus Leidenschaft. So vielfältig die Beweggründe und so unterschiedlich die Sammler, so vielfältig ist auch unsere Museumslandschaft mit ihren Sammlungen. Keine Sammlung ist dabei zufällig, jede hat eine Geschichte und ist so eine Brücke zwischen unserer kulturellen Vergangenheit und der Gegenwart.

Diesem Thema folgend, wird auch im Kunsthof Bad Salzelmen gesammelt. Angelehnt an dessen Geschichte, sammeln die Mitarbeiterinnen des Kunsthofes schon seit Jahren verschiedene Exponate. Zu vielen gibt es auch eine Gesichte zu berichten. Was dort im Kunsthof gesammelt wird? Salzstreuer in all ihren Variationen.

Wer anlässlich des Internationalen Museumstages die Sammlung im Kunsthof bestaunen oder gar erweitern möchte, ist herzlich eingeladen. "Wer ein außergewöhnliches Exponat zur Sammlung beisteuert, kann sich sogar auf eine kostenlose Führung im Rahmen des Museumstages freuen", verspricht Solepark-Leiterin Sibylle Schulz. Die Mitarbeiterinnen des Kunsthofes Bad Salzelmen bieten anlässlich des Museumstages, am 18. Mai, Sonderführungen durch den Kunsthof sowie auf das Gradierwerk an. "An diesem Tag können die Besucher uns ihre Salzstreuer - geschenkt oder als Dauerleihgabe - mitbringen", so Sibylle Schulz.

Der Internationale Museumstag wird vom Internationalen Museumsrat (ICOM) seit 1977 jährlich ausgerufen. Er verfolgt das Ziel, auf die Bedeutung und die Vielfalt der Museen aufmerksam zu machen. Gleichzeitig ermuntert er Besucher, die in den Einrichtungen bewahrten Schätze zu erkunden. Seit 1992 wird der Tag von einem jährlich wechselnden Motto begleitet. Mit dem Anliegen, die Museumslandschaft in das Blickfeld der Öffentlichkeit zu rücken, steht der Internationale Museumstag in Deutschland seit Jahren für die kulturelle Vielfalt und den Kulturföderalismus unseres Landes.

In Schönebeck werden nicht nur Salzstreuer gesammelt. Eine ganz besondere Leidenschaft pflegt Petra Grimm-Benne: Sie sammelt Eierbecher. Eine Ausstellung in Dessau hatte sie fasziniert - und infiziert. Seitdem ist sie stets auf der Suche nach Exemplaren, um eine eigene Sammlung aufzubauen - auf Flohmärkten, im Urlaub, generell in anderen Städten. Mittlerweile besitzt sie 300 Stück, von traditionell bis modern. Ihr Lieblingseierbecher besitzt eine Pinguin-Form. Die Freunde der Schönebeckerin wissen schon, wie sie ihr eine Freude machen können: "Ich habe Ende April Geburtstag, da bekommen ich oft welche geschenkt."

Und so viel steht schon jetzt fest: Wenn Petra Grimm-Benne den Tisch zum Osterfrühstück deckt, wird es bunt. Unterschiedliche Eierbecher sind dann Pflicht. "Meine Kinder finden es verrückt", gesteht sie.

Wer ihre Sammlung anschauen möchte, ist im SPD-Bürgerladen, Pfännerstraße in Schönebeck, richtig. Bis nach Ostern sind dort 247 Eierbecher ausgestellt.

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