Calbe. Die Hochwassersituation in der Saalestadt entspannt sich zusehends. Am Unterpegel Calbe sank die Marke gestern stündlich um einen Zentimeter. Am Abend meldete das Landesamt für Hochwasserschutz und Wasserwirtschaft (LHW) einen Pegel von 8,80 Meter, Tendenz weiterhin langsam fallend.

Pappeldamm-Rückbau

Die große Katastrophe ist ausgeblieben, was auch dem unermüdlichen Einsatz vieler Helfer zu verdanken ist. Dennoch haben einige Calbenser noch mit Wasser in Keller- und Wohnräumen zu kämpfen, von den kommenden Aufräumarbeiten nach dem Rückzug der Saale und angekündigtem Frost einmal ganz abgesehen.

"Die allgemeine Lage entschärft sich mehr und mehr", sagte Bürgermeister Dieter Tischmeyer. "Die ersten Sandsäcke werden bereits wieder entfernt, beispielsweise vom Pappeldamm." Vom wieder für den Verkehr frei gegebenen Abzweig nach Wedlitz in Tippelskirchen hatten Kameraden der Freiwilligen Feuerwehr mit Unterstützung des Technischen Hilfswerkes (THW) vorbeugend rund 12 000 Sandsäcke auf dem Deich entlang gestapelt. Die Saale war am Anfang der Woche an dessen Oberkante gefährlich nah herangerückt.

Nun liegen die ersten Säcke wieder an dem Ort, wo sie kurz zuvor gefüllt worden waren: im Bauhof in der Nienburger Straße. Vom Saalewasser grau und vollgesogen, warten sie jetzt darauf, entleert und getrocknet wieder eingelagert zu werden. Aufrund der weiteren Aktivitäten der Einsatzkräfte wird der für morgen geplante Neujahrsempfang der Stadt ausfallen. Auch die Kameraden der Freiwilligen Feuerwehr Calbe haben ihre Jahreshauptversammlung rund einen Monat nach hinten, auf den 4. März, verschoben.

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