Schönebeck (ky) l Als seniorenfreundliche Kommune wird Schönebeck neben drei weiteren Städten am Mittwoch vom Sozialministerium ausgezeichnet. Damit nimmt Schönebeck eine Vorreiterrolle im Land ein.

Die Begründung der Jury:

Das Ministerium für Arbeit und Soziales würdigt die vielfältigen Aktivitäten und das Engagement in der Kommune für Seniorenfreundlichkeit. Dabei agieren sich Verwaltung und Kommunalpolitik sowie regionale Wirtschaft, Verbände und Vereine sowie ehrenamtliche Bürgerinnen und Bürger in vorbildlicher Weise gemeinsam. Seniorinnen und Senioren werden als Teil der Gemeinschaft ins gesellschaftliche Leben integriert. Das ist beispielgebend für ein generationsübergreifendes Miteinander.

Konkret positiv bei Schönebeck aufgefallen sind:

Schönebeck hat einen aktiven Seniorenrat, der mit der Stadt sehr gut zusammen arbeitet. Das hat auch dazu geführt, dass sich eine außergewöhnlich hohe Zahl an Menschen freiwillig engagiert und damit eine Stütze für das soziale Leben ist. Schönebeck betont zudem einige Einrichtungen besonders für Senioren, vor allem das barrierefreie Solebad. Schönebecks Wohnungsbaugesellschaft hat sich in einem Modellprojekt innovativen Ideen gestellt. Das Projekt richtet sich insbesondere an Demenzkranke. Die Wohnungsbaugesellschaft hat mehrere Gebäudekomplexe errichtet, in denen Menschen mit Demenz wohnen können. Dieser Komplex ist nicht durch einen Zaun abgetrennt, er liegt nicht außerhalb der Stadt, sondern vielmehr mitten in der Stadt und mitten im Wohngebiet. Und: Auch der gesunde Ehepartner darf dort mit einziehen. Dazu gibt es ein Demenz-Netzwerk, das Hilfsangebote wie Versorgung und ambulante Pflege, Teilhabe und auch den Austausch unter den Angehörigen fördert. Dazu kommt ein umfassendes Beratungsangebot für alle von dem Thema Demenz Betroffene und für Senioren überhaupt. Gut vernetzt wird diese Beratungsstelle von der Wohnungsbaugesellschaft, dem Stadtseniorenrat und freien Trägern gemeinsam getragen.