Mit vielen guten Wünschen, warmen Worten und schönen Bläserklängen wurde das neue Gemeindehaus der evangelischen Kirchengemeinde Eickendorf am Mittwoch eingeweiht.

Eickendorf l Die Einweihung eines evangelischen Gemeindehauses ist in diesen Tagen etwas einigermaßen Besonderes. "Das ist sicher nichts Alltägliches", bestätigte der Planer Dr. Berthold Heinecke, kurz bevor er den Schlüssel stellvertretend an Pfarrer Thomas Lütgert übergab. Der hatte im Vorfeld allen gedankt, die von der Idee bis zur Fertigstellung an dem Neubau beteiligt waren, sich eingebracht und damit zum Gelingen dieses Großprojektes beigetragen haben.

Dass es einen Neubau geben würde, war nach dem verheerenden Brand im alten Pfarrhaus keinesfalls sicher. Lange wurde hin und her überlegt, Argumente abgewogen, sich aber letztlich doch dafür entschieden. Das neue Gemeindehaus sollte funktional sein, modern und sparsam. Zumindest von den ersten beiden Eigenschaften konnten sich die rund 40 Gäste nach der Andacht, die übrigens vor dem Gemeindehaus stattfand, mit eigenen Augen überzeugen.

In seinen Grußworten unterstrich Heinecke: "Es braucht um in das Haus zu kommen nicht nur den Schlüssel, sondern auch Menschen, die sich kümmern." Und die gibt es in Eickendorf auf jeden Fall. So haben die Frauen des Gemeindekirchenrates den Bau von Anfang an begleitet, ihre Ideen eingebracht, bisweilen hart diskutiert - immer aber mit dem Ziel, für die Eickendorfer Kirchengemeinde das Optimum aus dem einmaligen Projekt herauszuholen.

Entstanden sind ein großer Gemeinderaum, eine Küche, normgerechte Toiletten und ein Raum für das Kirchenarchiv. Von Anfang an ging man von einer Doppelnutzung als Gemeindehaus, aber auch als Raum für private Feiern aus. Letztere sollen der Kirchengemeinde helfen, die Betriebskosten für das Gebäude zu bestreiten.

Superintendent Matthias Porzelle nannte das neue Gemeindehaus "ein Zeichen der Hoffnung, das wir nicht in vielen Orten setzen können". Er mahnte die kleine Gemeinde im Ort, dass nun die Aufgabe erwachsen sei, den Glauben zu wecken, davon zu erzählen, kurzum auch in das Dorf auszustrahlen.

Das neue Gemeindehaus mit seiner exponierten Lage vor der Kirche wird auf jeden Fall seinen Teil zum Dorfgespräch beitragen, möglicherweise, so zumindest die Hoffnung von Ortsbürgermeister Marco Schmoldt, auf die weitere Entwicklung des Eickendorfer Ortskerns ausstrahlen. Bürgermeister Bernd Nimmich zollte der Kirchengemeinde seinen Respekt für das große Projekt, weiß er doch aus Erfahrung, wie schwierig bisweilen Bauprojekte sein können. Als Geschenk brachte er eine wundervolle Ansicht der Eickendorfer Kirche, gemalt vom Eggersdorfer Künstler Klaus-Dieter Schmidt, mit. Erika Fläschendräger vom Gemeindekirchenrat zeigte sich begeistert und gestand: "In das Bild habe ich mich schon länger verliebt." Es wird einen Ehrenplatz im Eingangsbereich erhalten.

Mit Gebeten, Liedern und Musik begann der Eröffnungsnachmittag und setzte sich in gemütlichem Beisammensein, leckerem Kuchen und herzhaftem Büffet fort. Und so war das neue Gemeindezentrum schon am ersten offiziellen Tag der Ort, der er sein soll. Ein Raum der Stille und Besinnung, aber auch ein Ort des Feiern.

@066n Twitter Co.:Heute ab 16 Uhr kann sich jedermann ein Bild vom neuen Gemeindehaus machen. Die Kirchengemeinde lädt zum Tag der offenen Tür.

 

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