Schönebeck l Die Wohnungsbaugenossenschaft in Schönebeck (WBG) besteht seit 60 Jahren. Im Zeichen dieses Jubiläums stand am Sonnabend das große Mieterfest. Dazu kamen bis zu 2000 Mieter und Mitglieder sowie viel Prominenz auf das Gelände des Wohungsunternehmens in der Wilhelm-Hellge-Straße.

"Das Unternehmen geht auf den modernen Bedarf der Mieter ein."

Zu den Gratulanten gehörte Schönebecks Oberbürgermeister Bert Knoblauch. Er würdigte die Arbeit der WBG. "Das Unternehmen setzt im Konzert der großen Wohnungsanbieter Akzente mit ganz eigenen Tönen." Die WBG habe es verstanden, so der Stadtchef, alle äußeren Umbrüche wie den Bevölkerungswandel zu meistern und darauf kreativ zu reagieren. "Das Unternehmen bietet ein gutes Angebot in allen Preissegmenten an und geht auch auf den modernen Bedarf der Mieter ein", sagte der Oberbürgermeister. Somit trage die WBG dazu bei, die sich wandelnde Stadtgesellschaft zu festigen. Denn Menschen würden Möglichkeiten haben, in Schönebeck zu bleiben und zu leben, die hier vorhandene Infrastruktur und das Angebot zu nutzen.

Bert Knoblauch hat nach eigenen Angaben gute Verbindungen zur WBG. Bevor er zum Oberbürgermeister gewählt wurde, ist er lange Zeit Mitglied des Aufsichtsrates gewesen. "Das erfüllt mich mit Stolz, denn die WBG ist die größte Genossenschaft in Schönebeck und der zweitgrößte Wohungsanbeiter in der Elbestadt." Der Oberbürgermeister verdeutlichte, dass das Unternehmen 2013 rund sechs Millionen Euro in Neubau und Modernisierung seines Bestandes investiert habe. In diesem Jahr sind es rund fünf Millionen Euro. "Das sieht man überall im Stadtbild. Der WBG kommt so städteplanerisch und städtebaulich eine große Bedeutung zu", sagte der Oberbürgermeister und dankte für das Engagement.

Einen "soliden Stand" bescheinigte auch Ronald Meißner der WBG. Der Direktor des Verbandes der Wohungsgenossenschaften in Sachsen-Anhalt, auch mit Prüfunfunktionen betraut, sagte: "Die Entwicklung der Wohnquartiere ist gut und das zu moderaten Mieten." Die WBG sei "der Platzhirsch der Genossenschaften in Schönebeck", 20 Millionen Genossenschaften gebe es in der Bundesrepublik, in allen Bereichen - vom Wohnen bis zur Finanzwirtschaft.

"Für jeden ist eine gute Wohnung da."

WBG-Vorstand Detlef Eitzeroth erklärte, dass im Vordergrund aller Arbeit immer der Mieter mit seinen Ansprüchen stehe. "Im Gegensatz zu den Gründungsjahren, wo Wohnungsnot herrschte, ist jetzt für jeden eine gute Wohnung da." Darauf sei auch alle Bautätigkeit ausgerichtet, so der WBG-Chef, der die Stichworte Barrierefreiheit oder individuelles Wohnen nannte. Für das Bauen ziehe man zu 90 Prozent Unternehmen aus der Region heran. Für Detlef Eitzeroth ist wichtig, dass man das Handwerk vor Ort stärkt.

Auf Unterstützung anderer war auch der Erlös des Mieterfestes ausgerichtet. Für jeden Gast gab die WBG einen Euro. Sie bat Gratulanten, von Geschenken abzusehen und stattdessen für einen guten Zweck zu spenden. Allein hier kamen 1360 Euro zusammen. Das Geld soll zusammen mit dem Fest- erlös an den Verein Rückenwind für die Instandsetzung des Skaterparkes und an den Verein Kaleb für seine Beratungsarbeit gehen.

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