Schwarz l So manch aktiver Kamerad von heute hat das Einmaleins des Brandschutzes in der Jugendfeuerwehr erlernt. Am 22. Juni 1964, an einem Sonntag, fassten Kameraden der Freiwilligen Feuerwehr Schwarz den Entschluss, eine Arbeitsgemeinschaft (AG) "Junge Brandschutzhelfer" aufzubauen. Das Jugendgesetz der DDR sah im Rahmen des Unterrichts vor, Schülern außerhalb der Schule Grundlagen des Brandschutzes durch die Freiwilligen Feuerwehren zu vermitteln. Zu den Initiatoren in Schwarz zählen Namen wie Wilhelm Fischer, Hans Göhre, Karl-Heinz Täubert, Peter Schneider und viele weitere. Am darauffolgenden Montag wurde bereits die Arbeit aufgenommen.

Im April 1965 wurde das erste Spezialistentreffen auf dem Wartenberg in Calbe ausgetragen. Bis 1972 liefen die Fäden bei Ausbilder Karl-Heinz Ulrich zusammen, heute Chefarzt des Awo-Krankenhauses Calbe. Zusammen mit Gruppenführer Werner Pfotenhauer sorgte er dafür, dass Mädchen und Jungen das Einmaleins des Brandschutzes erlernten. Sie und ihre Nachfolger (siehe Infokasten) machten die Schwarzer in Theorie und Praxis zu einer starken Jugendgruppe.

1968 zählte die Jugendfeuerwehr bereits 17 Mitglieder. Der Nachwuchs trat zeitweise mit zwei Mannschaften bei Wettkämpfen auf Kreis- und Bezirksebene an.

Doch in der 50-jährigen Historie kriselte es auch. Anfang der 1970er Jahre gab es Zwist zwischen den Blauröcken und Bürgermeister Werner Bilkrenroth. Darunter litt auch die Jugendarbeit, die ruhte. 1975 wurde mit der Wahl einer neuen Wehrleitung neuer Schwung hineingebracht.

Nach der Wende konnten sich die Schwarzer als einzige von damals 26 Jugendfeuerwehren im Altkreis Schönebeck die Leistungsspange als höchste Auszeichnung der Deutschen Jugendfeuerwehr anheften. "Leistungen, die auch heute noch anspornen", meint der heutige Jugendwehrleiter Mathias Täubert. Unterstützung bekommt er von Anna Dockal, die mit der 2006 hinzugekommenen Kinderfeuerwehr die Jüngsten betreut.

Das Gründungsjubiläum soll am Sonnabend, 21. Juni - nach fast auf den Tag genau 50 Jahren - am neuen Feuerwehrgerätehaus am Wispitzer Weg gefeiert werden. Los geht es um 9 Uhr. Um 9.30 Uhr startet ein Wettkampf. Ab 11 Uhr wartet Gegrilltes, gefolgt von Kaffee und Kuchen ab 14.30 Uhr sowie einer Technikschau. Ab 15.30 Uhr veranstaltet die Jugendfeuerwehr eine Vorführung, ab 16 Uhr folgen die "Großen." Gegen 18 Uhr soll der Tag ausklingen.