Endspurt für die Arbeiten in der Sporthalle an den Lerchenfeldschule in Schönebeck. Das Millionenprojekt nimmt feste Formen an. Mit dem neuen Schuljahr im September ist die Einweihung geplant.

Schönebeck l Emsiges Treiben der Handwerker im Sozialtrakt der Lerchenfeld-Sporthalle: Die Ausstattung im Sanitärbereich wird eingebaut. Bald sind hier nagelneue Waschtische, WCs und Trennwände zu finden. Gleichzeitig werden Fußboden, Heizung und Elektro in Fluren, Waschräumen und Co. fertiggestellt. Der Blick in die Halle bestätigt, dass die Bauarbeiten vor ihrem Abschluss stehen. Im Sportbereich liegt ein neuer Spezialboden, Prellwände sind errichtet. Mitarbeiter einer sächsischen Spezialfirma passen jetzt die Einrichtung der Halle an die neuen Fußbodengegebenheiten an. Durch Dämmung ist der Untergrund erhöht, so dass die Sprossenwände eingekürzt oder die Basketballkörbe höher gehängt werden müssen.

"In zwei Wochen sind wir fertig", sagt Planer Matthias Hentze. Seit September 2013 wird in der Lerchenfeld-Sporthalle gebaut. Bisher ohne Verzögerungen und im Einklang aller Gewerke, so dass Matthias Hentze zuversichtlich ist, dass alle Arbeiten fristgerecht ihr Ende finden werden.

Die Modernisierung habe zwei Ausrichtungen, erklärt Lutz Ehrlich vom Sachgebiet Hochbau der Schönebecker Stadtverwaltung. Ein Ziel war die Halle so auf Vordermann zu bringen, dass sie aktuellen energetischen Standards entspricht. "Das Gebäude ist komplett neu eingepackt", sagt er. Boden, Wände und Dach haben neue Dämmschichten, die Fenster sind erneuert. Die Beleuchtung der Halle besorgen künftig hochmoderne LED-Strahler, dimmbar, energiesparend und tageslichtgesteuert. In den Sozialräumen gibt es eine Zu- und Abluftanlage mit integrierter Wärmerückgewinnung und stufenweiser Regelung. Geheizt wird der Sportraum jetzt über Deckenstrahlplatten, effizient und zeitgesteuert.

Bei der Elektroenergie, so Lutz Ehrlich, sollen gegenüber 6355 und bei der Fernwärme 86241 Kilowattstunden pro Jahr (KWh/a) eingespart werden. "Die Stadt wird geschätzt 12000 Euro Kosten im Jahr sparen." Eine Hausnummer für den Haushalt. Voraussetzung sei aber auch, dass die Nutzer mit den neuen Möglichkeiten umgehen, zum Beispiel richtig lüften oder heizen. In den kommenden drei Jahren muss die Stadt darüber Nachweise leisten, sie wird durch den Fördermittelgeber geprüft. Denn ein Großteil der rund 1,3 Millionen Euro Baukosten wird über das Land Sachsen-Anhalt und Fonds der EU gestemmt.

Die Bauarbeiten hatten aber auch zum Ziel, die Halle allgemein zu erneuern. Flure, Sanitär- und Sozialtrakt erstrahlen in neuem Glanz. Seit Jahren, so Lutz Ehrlich, sei nur das Nötigste gemacht worden. So war zum Beispiel der Hallenfußboden schlecht. Vom Baustand haben sich jetzt Oberbürgermeister Bert Knoblauch und Sekundarsschulleiter Rüdiger Gröber ein Bild gemacht. Die Halle wird am 12. September eingeweiht, von Grund- und Sekundarschule sowie Vereinen genutzt.