Eine kindgerechte Variante der "Maske in Blau" haben Darsteller und Musiker des diesjährigen Schönebecker Operettensommers auf die Bühne gebracht. Und dabei ganz bestimmt neue Freunde der Operette gefunden.

Schönebeck l "Sassa!!!" Na, wenn das keinen Spaß gemacht hat... Zur Kinderoperette hat die Mitteldeutsche Kammerphilharmonie am Sonntag auf den Bierer Berg gebeten. Sprich: Die derzeitig auf der Freilichtbühne gegebene "Maske in Blau", eine Operette von Fred Raymond aus den 1930er Jahren, bringen die Sänger, Schauspieler und Musiker kindgerecht rüber. So wie auch viele Erwachsene bei der "Sendung mit der Maus" viel Wissenswertes lernen können, profitieren nicht nur die Kinder von der Variante "leicht erklärt".

Regisseur Thomas Enzinger begrüßt das Publikum in heiter-flockiger Manier, um dann allerlei Informationen über das Werk und seine Inszenierung zu geben. Vom Saxophon-Spieler Gustav Geißler aus dem Orchester erfahren die Kinder, wie man so ein Instrument bläst - gar nicht so leicht. Von der Sängerin Martina Schilling ist zu vernehmen, wie sie sich auf eine solche Mammut-Aufführung von 22 Tagen vorbereitet und sie gut durchsteht. Ihr Rezept: "Früh ins Bett gehen."

Enzinger stemmt eine Doppelbelastung: Zum einen moderiert er die knapp einstündige Veranstaltung, zum anderen verwandelt er sich auf der Bühne in die Rolle, die er selbst spielt. Ein Bösewicht übrigens. So einer hat origineller Weise einen hohen Wert, denn ohne ihn wäre die Operette nach zehn Minuten beendet, weil sich alle Liebespaare schnell in schönster Harmonie finden. Zu schnell für eine bühnenreife Fassung.

Und wenn die Handlung einen Höhepunkt erfährt, rufen die Kinder, von Enzinger animiert, laut "Sassa". Sie rufen es mehrfach. Keine Frage: Das Metier Operette hat an diesem Sonntag innerhalb einer Stunde neue Freunde gefunden.

 

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