Calbe l Schnell machte gestern die Nachricht über den Fund einer Leiche in der Saalestadt die Runde. Nicht verwunderlich, schließlich rückten Kameraden der Freiwilligen Feuerwehr Calbe, Polizeibeamte und Rettungsdienst zur Fundstelle aus, die sich nahe der Fußgängerzone befindet.

"Die Identität des aufgefundenen Mannes ist zu 99,9 Prozent geklärt. Abschließende Klarheit bringt die Obduktion."
- Marco Kopitz, Polizeisprecher

Dem Fund vorausgegangen war eine Vermisstenmeldung eines Mannes aus Bitterfeld-Wolfen, der mit seinem Kleinwagen Ende Juni spurlos verschwunden war. Am vergangenen Sonntagabend flimmerte in einer Fernsehsendung die Suchmeldung auch in Calbe über die Mattscheiben. Der entscheidende Hinweis zum Verbleib des Autos folgte schon wenig später. Der Ford Fiesta mit Bitterfelder Kennzeichen parkte seit langer Zeit unverändert in der Schloßstraße und war Anwohnern aufgefallen.

Daraufhin setzten am Montag die Ermittler zahlreiche Spürhunde ein, die schnell der Fährte durch das Stadtgebiet folgten.

Trauriger Endpunkt der Suche war am gestrigen Donnerstag schließlich der Fund des vermissten Mannes in der Ruine der ehemaligen Cito-Seifenfabrik in der Tuchmacherstraße. Der Gesuchte wurde im Kellerbereich leblos im Wasser aufgefunden. Wie lange er dort bereits lag, kann bislang nicht genau gesagt werden.

"Die Identität des Mannes ist zu 99,9 Prozent geklärt", sagt Marco Kopitz, Sprecher des Polizeirevier des Salzlandkreises gegenüber der Volksstimme. "Abschließende Klarheit über die Identität bringt erst die eingeleitete Obduktion der Leiche", sagt Kopitz. Damit könne auch Licht in die Umstände seines Todes gebracht werden.

Der Gesuchte war gebürtiger Calbenser und wurde 64 Jahre alt.