Trockengelegt - so lässt sich der derzeitige Zustand des "Solequells" beschreiben. Im Bad Salzelmener Erholungsbad wird derzeit alles geprüft, repariert, aufgefrischt. Eine Rundum-Wartung eben.

Bad Salzelmen l Wer den Begriff "Solequell" hört, denn ans Baden im wohlig-warmen, salzhaltigen Wasser oder am Relaxen in der Sauna mit einer späteren nassen Abkühlung. Derzeit ist im Bad von Wasser aber weit und breit nichts zu sehen. Eine Million Liter Wasser - eben noch in den verschiedensten Becken und Bereichen - ist weg. Abgelassen. Aus gutem Grund. Die alljährliche Wartung steht an. An zehn Tagen wird alles geputzt, gepflegt, geprüft, repariert und ausgewechselt, was sonst tagtäglich beansprucht wird. Fast alle Arbeiten - bis auf die, die nur von Fachfirmen erledigt werden können - werden von eigenem Personal übernommen. "Es ist nicht üblich, dass Mitarbeiter in solche Arbeiten so mit einbezogen werden", lobt Betriebsleiterin Sibylle Schulz ihr Team. Denn die Stadt spare somit einiges an Kosten ein. Und Solepark-Sprecherin Linda Pickert sagt augenzwinkernd: "Wir haben hier ganz viele Schweizer Taschenmesser. Die können eigentlich alles."

Doch nicht nur die Becken müssen gewartet werden. Ganz viel tut sich auch im Bereich, der den Besuchern verborgen bleibt - im Bereich unter den Becken. So wird die Zeit der "Solequell"-Wartung genutzt, auch die kundeneigene Trafostation einem Belastungstest zu unterziehen. Da der Strom abgeschaltet ist, kann geschaut werden, ob notwendige Dinge auch über Akku funktionieren. Und siehe da, ein Akku ist defekt und wird ausgewechselt werden. Oder auch die Überprüfung der Filteranlagen. 2,5 Tonnen Aktivkohle sind ausgetauscht worden, um auch weiterhin ein sicheres, sauberes Baden zu garantieren. Da die Kohle sehr lange und sicher ihren Dienst versieht, erfolgt der Austausch jährlich für ein anderes Becken. In diesem Jahr profitierte das Solebecken im Außenbereich davon.

Und auch hier ist Sibylle Schulz voll des Lobes: "Das Team um unseren Techniker Uwe Haberhauffe achtet darauf, dass hier gewonnene Energie nicht verloren geht und tüftelt daran, wie Strom noch sparsamer verbraucht werden kann."

Emsiges Wirbeln auch im Sauna-Bereich. Im Soledampfbad ist fast der komplette Schwarzdorn ausgetauscht worden. Etwa 1000 Bündel sind - nachdem sie in Essigwasser gesäuert worden, damit sie nicht schimmeln - verbaut worden. Die Blockbohlensauna ist abgeschliffen worden und erhält nun einen Schutzanstrich. Im Sauna-Neubau gibt es wenig zu warten. Da wird nur gereinigt. Obwohl: Im Steinbad gibt es doch Veränderungen zu sehen. Die Bereiche Tür und Sitzrunde sind nun gefließt. Ein Besuch ab 2. August lohnt sich also, im frisch gewarteten "Solequell".

   

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