Schönebeck l Riesig groß war die Freude bei den Vereinsmitgliedern von "Kaleb" und Ehrenamtlichen, als sie kürzlich einen 1500-Euro-Scheck entgegennehmen durften. "Wir hatten Gänsehaut, als wir die Summe hörten", erzählt Sieglinde Menzel von "Kaleb". Das Geld, das die Wohnungsbaugenossenschaft (WBG) Schönebeck eG zur Verfügung stellt, wird für die Aufrechterhaltung der Vereinsangebote genutzt, unter anderem sollen die Ehrenamtlichen für ihr Engagement einen kleinen Betrag bekommen. "Ohne die vielen tatkräftigen Hände wäre das alles hier nicht möglich", sagt Sieglinde Menzel. Bei "Kaleb" sind die Türen immer offen, wenn jemand Hilfe benötigt. Der Verein unterstützt Familien, Schwangere und insbesondere Frauen. Mit ehrenamtlichen Mitarbeitern und zwei Ein-Euro-Kräften bietet "Kaleb" eine große Vielfalt an Angeboten und Begegnungsmöglichkeiten für Menschen in schwierigen Lebenslagen. So gibt es eine "Kinderkleiderstube" mit Babysachen, Kinderbekleidung und Spielzeug. Montags wird getöpfert, mittwochs treffen sich Familien mit Kindern zum Austausch. Die "Strick-Omis" sorgen für farbenfrohe Söckchen für die Neugeborenen der Region. Außerdem gibt es Beratungsangebote für Schwangere und Deutschkurse für ausländische Bürger.

"Dieses umfangreiche soziale Engagement in Schönebeck ist beeindruckend und verdient unsere Unterstützung", findet Detlef Eitzeroth, Vorstandsvorsitzender der Wohnungsbaugenossenschaft Schönebeck eG. "Solche Angebote brauchen wir für die Menschen in der Region, denn Vereine wie ,Kaleb` tragen zu etwas mehr sozialer Gerechtigkeit bei."

Eine "kleine Tradition" hat die Spendenunterstützung für "Kaleb": Bereits vor zehn Jahren, zum 50-jährigen Bestehen, spendete die WBG Schönebeck an "Kaleb". Die fünf Buchstaben stehen übrigens für Kooperative Arbeit Leben Ehrfürchtig Bewahren.

Mit einem großen Jubiläumsfest hat die Wohnungsbaugenossenschaft Schönebeck eG am 17. Mai ihr 60-jähriges Bestehen gefeiert - und ihren Geburtstag ganz in das Zeichen des sozialen Engagements für die Stadt gestellt. "Wir verzichten auf Geschenke und bitten stattdessen um Spenden für einen guten Zweck", sagte Detlef Eitzeroth damals und hielt Wort. Zudem hat die Genossenschaft für jedes Mitglied, das zum Fest zu Gast war, selbst einen Euro in den Spendentopf getan.