Zum Brand im Anbau eines Bungalows kam es am Freitagabend in Pretzien (die Volksstimme berichtete). Fünf Feuerwehren rückten zum Löschen des Feuers aus. Verletzt wurde niemand.

Pretzien l Nach einer Stunde war alles vorbei. Um 20.15 Uhr konnte Einsatzleiter Christian Ballerstedt den Befehl zum Einrollen der Schläuche geben. Das Feuer in einem Anbau in der Bungalowanlage Perlberg war gelöscht.

Dass alles an diesem Abend so glimpflich ausging, ist zwei Umständen zu verdanken: Nachbarn hatten das Feuer entdeckt und sofort die Feuerwehr alarmiert. Die Anwohner waren nämlich zum Zeitpunkt des Ausbruchs des Feuers nicht im Haus. Die Kameraden waren sofort vor Ort und hatte keine Probleme mit dem Löschen.

Insgesamt waren nach Auskunft der Einsatzleitung an dem Abend 56 Hilfskräfte vor Ort - von Feuerwehr, Rettungsdienst und Polizei. Dieses Großaufgebot, immerhin waren fünf Feuerwehren (Pretzien, Plötzky, Ranies, Schönebeck Tischlerstraße und der Einsatzleitwagen der Wehr Bad Salzelmen) da, lockte wie immer auch Schaulustige an. Doch zu sehen gab es nicht viel. Routiniert rollten die Kameraden die Schläuche von den Fahrzeugen und schlossen sie an einen Hydranten an. Schnell war das Feuer in dem Anbau des Bungalows gelöscht.

So gingen die Hilfsmaßnahmen trotz allem noch glimpflich ab, denn unter anderen Umständen hätte der Einsatz auch schief gehen können. "Wir haben aus dem brennenden Anbau drei Propangasflaschen rausgeholt", berichtet Einsatzleiter Christian Ballerstedt. Dass diese mal mit roter Warnfarbe besprüht waren, konnte man nicht mehr erkennen. Die Farbe war auf Grund der Hitzeeinwirkung schon völlig verbrannt. Die Kameraden sicherten die Flaschen und stellten sie zum Abkühlen abseits des Feuers. Sie wurden den Bungalowbesitzern später wieder zurückgegeben.

Positiv bei den Feuer war zudem der Umstand, dass der Brand in einem Bungalow außerhalb des Waldes ausgebrochen ist. Für die Feuerwehrkameraden und die Stadtwehrleitung ist ein Hausbrand im trockenen Wald der Feuer-GAU an sich. Derzeit gilt nach Auskunft des Kreiswald-Brandschutzbeauftragten die Waldbrandwarnstufe 2. Das Gehölz und der Boden sind nach der langen Trockenheit ausgedürrt und würden wie Zunder brennen.

Erschwerend kommt in manchen Siedlungen im Naherholungsgebiet hinzu, dass Rettungswege einfach zu eng sind, weil parkende Autos, "schwarz" erweiterte Grundstücke, ungenehmigte Zäune und Schranken die Zufahrten blockieren. Darauf haben in der Vergangenheit schon mehrmals Stadträte öffentlich aufmerksam gemacht.

Am Freitagabend am Perlberg war das zum Glück nicht der Fall. Dort waren die Rettungswege frei. Probleme gab es nicht. "Das war ein ganz normaler Einsatz", resümierte Einsatzleiter Christian Ballerstedt abschließend.

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