Mit mehreren Projekten will der PSV Schönebeck Kindern und Jugendlichen eine sinnvolle Beschäftigung bieten. Auch Menschen mit Migrationshintergrund oder aus sozial schwachen Schichten sollen mit dem Sportangebot in die Gesellschaft integriert werden.

Schönebeck l Sport macht Spaß und verbindet. Was für viele Mitglieder in Sportvereinen längst kein Geheimnis mehr ist, soll auch Menschen, die nicht die nötigen Mittel für Vereinsbeiträge aufbringen können, nähergebracht werden. Diesen Vorsatz verfolgt der Polizeisportverein (PSV) Schönebeck schon seit 1998. "Die Idee dahinter ist, Kindern, Jugendlichen und auch Erwachsenen eine sinnvolle und vor allem kostenlose sportliche Beschäftigung zu bieten", erklärt Simone Ernst vom Verein das Konzept.

Sie kümmert sich unter anderem um die reibungslose Umsetzung der Projekte. Eins davon heißt "Integration durch Sport". Seit 2005 bemühen sich die Betreuer des Vereins hier vor allem um Menschen mit Migrationshintergrund und aus schwachen sozialen Schichten. "Dieses Projekt läuft über das Bundesinnenministerium und soll diesen Menschen eine Perspektive und eine Integrationschance in die Gesellschaft geben", beschreibt Simone Ernst die Idee. Das Miteinander mit anderen Teilnehmern aus den verschiedensten Kulturen und sozialen Umfeldern sei wichtig für das eigene Selbstbewusstsein. "Gemeinsame Erfolgserlebnisse führen dazu, dass sich die Teilnehmer zur Gesellschaft zugehörig fühlen." Das sportliche Angebot ist breit gefächert: Ballsportarten wie Basketball, Fußball oder Volleyball, aber auch Boxen, Tischtennis, Badminton, Dart oder Fitnesskurse sind im Repertoire der Betreuer.

An Sporttagen erfolgt auch Vermittlung an Vereine

"Meist fragen wir in die Gruppe, was gespielt werden soll und entscheiden dann ganz demokratisch danach, was die Mehrheit will", erklärt Peter Fehlgut, einer der Betreuer. Höhepunkte des Programms bilden die Sporttage, die mehrmals im Jahr veranstaltet werden. "Der nächste ist am 1. September und findet in der Allgemeinen Kampsporthalle in der Wilhelm-Hellge-Straße 296a von 11 bis 16 Uhr statt", informiert Simone Ernst.

Hier könne auch gut zwischen den Teilnehmern und den Schönebecker Vereinen vermittelt werden. "Es ist schon ein Effekt des Projektes, dass einige Menschen, die vorher bei uns mitgemacht haben, dann in einen Sportverein eintreten", bestätigt Simone Ernst. Das ist jedoch nicht der einzige erfolg der Integrationsarbeit. Bisher werde das Angebot gut angenommen. Auch die Disziplin und Fairness der Teilnehmer sei nie ein Problem gewesen. Mitmachen kann jeder - auch Sportler, die bereits einem Verein angehören.

Bis zu 1500 Jugendliche im Monat betreut

Durchschnittlich werden zwischen 1200 bis 1500 Kinder und Jugendliche betreut. Probleme durch Gewalt oder fehlende Integration betreffen jedoch nicht nur die jüngsten Mitglieder der Gesellschaft. Mit dem kostenlosen Sport- und Spieleangebot verfolgen die Mitarbeiter des PSV deswegen noch ein zweites Programm: Das sogenannte alternative freizeitpädagogische Antigewalt Sofortprogramm.

Hier können auch gesellschaftlich benachteiligte Erwachsene mitmachen. "Wir wollen mit gemeinschaftlicher sportlicher Betätigung etwas für die Umgangsformen und die Disziplin der Teilnehmer tun und aufzeigen, dass Gewalt nie der richtige Weg ist", erklärt Simone Ernst abschließend.

Weitere Informationen zu den Angeboten gibt es unter: (03928)466252