Sechs sanierte Wohnungen hat die Städtische Wohnungsbau GmbH Schönebeck gestern in Bad Salzelmen in der Lindenstraße 25 übergeben. Knapp 390000 Euro wurden investiert.

Bad Salzelmen l Auf den Punkt genau wurden die Sanierungsarbeiten jetzt beendet. Als die Städtische Wohnungsbau GmbH Schönebeck (SWB) gestern Nachmittag die sechs Wohnungen in der Lindenstraße 25 übergab und eine Stunde später die ersten Mieter ihre Möbel einräumen konnten, klebte am Geländer noch ein Pappschild: "Vorsicht frisch gestrichen!"

Dass es zwei Jahre zuvor in dem Eingang einmal gebrannt hat, davon war gestern gar nichts mehr zu sehen. "Was wir gemacht haben, das war eine Vollsanierung", berichtete Sigrid Meyer, Geschäftsführerin der SWB der Volksstimme. In dem Eingang Nummer 25 befanden sich vor Monaten noch zwölf relativ kleine Einraumwohnungen. "Gemeinsam mit unserem Planer haben wir die Querschnitte geändert. Das Resultat kann sich sehen lassen, denke ich", so Sigrid Meyer.

Jetzt befinden sich in dem Eingang sechs Zweiraumwohnungen mit einer Größe zwischen 53 und 61 Quadratmeter, alle ebenerdig, frisch geflieste Bäder und tapezierte Räume. In den größeren Zweiraumwohnungen ist in der Küche Platz nicht nur für einen Esstisch, der mitten im Raum stehen kann. "Wir haben hier auch einen Antennenanschluss gelegt", so die SWB-Chefin. Seit Februar dieses Jahres sind die Firmen, die allesamt aus der Schönebecker Region kamen, mit den Umbauarbeiten beschäftigt gewesen. Probleme bei der Sanierung gab es keine. Knapp 390.000 Euro investierte die Städtische Wohnungsbau GmbH.

Die symbolische Schlüsselübergabe der SWB erfolgte in der Wohnung von Kerstin Fischer. Noch vor ihrem Einzug hatte sie sozusagen das komplette Haus als Gäste. Nicht nur sie, sondern auch die anderen Mieter waren über die sanierten, hellen Räume glücklich. Vor allem das Bad hatte es vielen angetan. So war es fast selbstredend, dass zur Übergabe der Wohnungen an die Mieter die Sonne durch die großen Fenster hineinschien.

Wegen der Nähe zum Klinikum Schönebeck klagten einige Mieter gestern schon über begrenzten Parkraum. Aber dafür bot die SWB eine Lösung an: Stellplätze in der Nähe. Auch die Beauftragung des Winterdienstes soll noch gemeinsam mit der meist älteren Mietergemeinschaft besprochen werden.

Zu einer kurzen Technikvorführung ließ die SWB anschließend die Mieter im zweiten Stock sammeln. "Es ist zwar erst ab dem Jahr 2015 Pflicht, dass Rauchmelder in neue Wohnungen installiert werden müssen, aber wir haben uns jetzt schon zu diesem Schritt entschlossen", sagte sie. Diese Rauchmelder geben nicht nur ein akustisches Signal bei starker Rauchentwickung ab, sondern sind zudem mit der SWB-Zentrale verbunden. Um den Mieter die Angst für der modernen Technik zu nehmen und gleichzeitig zu demonstrieren, was passiert, wurde ein Rauchmelder kurzerhand ausgelöst: Erst piepte es laut, zehn Sekunden später meldete sich automatisch eine Stimme: "Brennt es bei Ihnen?" - Test gelungen.

Dieser Notruf kann nicht nur für den Rauchmelder verwendet werden, wie Sigrid Meyer berichtete. Später, so es die Mieter wünschen, kann auch der Knopf für den Hausnotruf auf den Funkalarm aufgeschaltet werden. Damit hat die SWB schon jetzt für die Zukunft investiert.