Bad Salzelmen (dw) l Noch in diesem Jahr wird es erste Ausbesserungen an den schadhaften Stellen im Pflaster des Bad Salzelmener Marktplatzes geben. Das kündigt Schönebecks Baudezernent Guido Schmidt im Volksstimme-Gespräch an. "Wir haben vor, entsprechend der finanziellen Möglichkeiten des städtischen Haushaltes die Arbeiten auszuführen", sagt der Ressortchef. So sei zunächst geplant, das kaputte Pflaster an den Zufahrten und in den Randbereichen auszubessern. Schrittweise soll es dann in die Mitte des Marktbereiches gehen. "Die Arbeiten werden sich allerdings über eine längere Zeit hinziehen, weil die Stadt sie in den Etatplanungen finanziell untersetzen können muss", sagt Guido Schmidt. Das Signal an die Bevölkerung jetzt aber solle sein, dass die Verwaltung das Problem ernst nehme und auch Lösungen dafür finde, auch wenn in diesem Jahr nur "eine kleine Summe" verbaut werden kann. Abstand nimmt das Rathaus auch aus Kostengründen davon, die gesamte Fläche aufzureißen und neue Steine zu verlegen.

Auf dem Salzelmener Markt gibt es viele Stellen, an denen die Pflastersteine aufgrund von Witterungseinflüssen beschädigt oder ganz und gar aufgesprungen sind. Bei Feuchtigkeit und Frost verschärfen sich die Probleme. Weil die Defekte immer offensichtlicher werden, hat es bereits Anfragen seitens der Bevölkerung und seitens der Stadträte im Bauausschuss gegeben. Das Pflaster ist im Zuge der Stadtsanierung in den 1990er Jahren verlegt worden. Die Politik wollte wissen, weshalb schon jetzt die Schäden auftreten und ob man damals tätige Firmen dafür noch in die Verantwortung ziehen kann. Das, so die Verwaltung, sei aufgrund von Verjährungen, nicht mehr möglich.

Dennoch wird man jetzt aktiv. Zunächst werden die schadhaftesten Stellen mit einem ähnlichen Pflasterstein ausgebessert. "Dabei legen wir Wert darauf, dass der Kontrast zum vorhandenen Stein nicht zu groß ist", sagt Guido Schmidt.

Vom Tisch ist die anfängliche Idee, die schadhaften Stellen mit einer Bitumenschicht zu überziehen. Die Stadt, so der Baudezernent, habe darüber zunächst nachgedacht, um schnell ihrer Verkehrssicherungspflicht nachzukommen. Aber in den Beratungen sei deutlich geworden, sagt Guido Schmidt, dass "das nicht die Lösung sein kann".

Zudem gehe vom kaputten Pflaster kein übergroßes Gefährdungspotenzial aus. Die Verwaltung, so der Dezernent, müsse verschiedenen Verantwortungen gerecht werden. Dem Schutz der Bürger zum einen, zum anderen aber auch den Vorgaben aus Stadtsanierung und Denkmalschutz. "Die Asphaltierung wäre zwar eine schnelle Lösung, würde aber Ansprüchen und Festsetzungen des Sanierungsgebietes nicht gerecht werden können." Zudem sei auch das Ensemble des alten Salzer Rathauses denkmalgeschützt. So müsse die Stadt für die Umfeldgestaltung des Marktes auch eine adäquate Lösung anbieten, sagt der Dezernent.