Mit einem großen goldenen Schlüssel ist pünktlich zu Schulbeginn die Grundschule "G. E. Lessing" nach umfangreicher Sanierung symbolisch wiedereröffnet worden. Mehr als drei Millionen Euro flossen in den nun einzigen Grundschul-standort der Saalestadt. Gestern strömten Schüler und Lehrer freudig hinein.

Calbe l "Ich freue mich, dass wir es geschafft haben, die Schule bis zum 4. September erst einmal für den Schulbetrieb fertigzustellen", sagte Bürgermeister Dieter Tischmeyer in seiner Ansprache. Am Morgen versammelten sich Schüler, Eltern, Lehrer, Vertreter beteiligter Firmen, der Stadtverwaltung und des Stadtrates vor dem Hintereingang mit seiner nagelneuen Glasfassade. Einfach war es wahrlich nicht. Bis zuletzt war die pünktliche Wiedereröffnung fraglich, Handwerker legten dafür einen wahren Endspurt hin. Für 160 Zweit- bis Viertklässler, 15 Lehrer sowie drei pädagogische Mitarbeiter hat gestern der Schulalltag wieder begonnen. Am kommenden Montag kommen 72 Erstklässler im Erdgeschoss dazu.

Schulleiter Henry Melle sprach wegen der zahlreichen Einschränkungen allen Lehrkräften und Eltern für ihre lange Geduld und ihr Verständnis einen herzlichen Dank aus.

"Es ist die momentan modernste Schule in Sachsen-Anhalt."

Tischmeyer erinnerte angesichts sinkender Schülerzahlen und Haushaltskonsolidierung an die gemeinsam getragene Entscheidung vor zwei Jahren, die Goethe-Schule zu schließen und für die Sanierung der Lessinggrundschule rund 1,5 Millionen Euro aus dem Stadtsäckel zu verwenden. Damit einher ging die Heinzungsumstellung von Fernwärme auf Gas. 2012 und 2013 wurden Flure und Sanitärräume erneuert. Mit Bewilligung der Stark-III-Fördermittel in Höhe von 934 000 Euro und Geld aus dem Verkauf des Krankenhauses konnte eine allgemeine und energetische Sanierung der Schule und Sporthalle umgesetzt werden. Zum Schuljahresende 2012/2013 schließlich zogen Schüler und Lehrer in die Goethe-Schule, damit die 25 Fachfirmen ohne Beeinträchtigung los legen konnten. Es wurden Fenster, Außen- und Innentüren, Fußbodenbeläge, sowie Elektro- und Sanitäranlagen erneuert, Zwischendecken eingebaut sowie zwei Fluchttreppen geschaffen. Die Klassenräume erhielten einen frischen Farbanstrich. Mit der Anschaffung von sechs stationären und zwei mobilen elektronischen Tafeln (Whiteboards) als digitale Alleskönner und weiterer moderner IT-Technik zieht für die Mädchen und Jungen Hightech in die Schule ein. "Es ist momentan die modernste Schule in Sachsen-Anhalt", sagte Olaf Kleinschmidt, Geschäftsführer einer Magdeburger Firma für digitale Lernwerkzeuge, die eng mit dem Land und der Magdeburger Universität zusammenarbeitet. "Das wird richtig Spaß machen", strahlte Drittklässler Florian Fischer, als er eines der Netbooks mit abnehmbaren Display testete.

"Insgesamt standen 3,138 Millionen Euro zur Verfügung mit dem Ziel, für Schüler und Lehrer beste Bedingungen zu schaffen. Das ist uns gelungen", sagte Dieter Tischmeyer.

   

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