Nach Sanierung und Neubau wurde jetzt die Caritas-Einrichtung unterschiedlicher Wohnformen in Calbes Magdeburger Straße ihrer Bestimmung übergeben.

Calbe l In der Magdeburger Straße wurden in den vergangenen Monaten zwei Bereiche der Caritas-Trägergesellschaft St. Mauritius Magdeburg vereint: Die Kinder- und Jugendhilfe und die Behindertenhilfe sind fortan an einem Standpunkt zu finden. Nun sollen sie auch zusammenwachsen. In der offiziellen Einweihung, die Anfang dieser Woche zelebriert wurde, stand im Mittelpunkt, dass beide Bereiche voneinander profitieren, dass all die Bewohner und Mitarbeiter aus beiden Bereichen aufeinander achten und füreinander da sind.

Geschäftsführer Marcus Waselewski sprach in seinem Grußwort daher über das Wirken der Schutzpatronin des Hauses, der Heiligen Elisabeth. Sie stellte ihr Leben ganz in den Dienst der Armen und Bedürftigen, nutzte ihre Stellung für wohltätige Zwecke. "Die Heilige Elisabeth, Landgräfin von Thüringen, ist zweifelsohne eine der beeindruckendsten Frauen der Kirchengeschichte in Europa. Bis heute ist ihre radikale Frömmigkeit herausfordernd und ein Vorbild für viele Menschen."

Ansporn und Motivation

So wie sie mögen sich die Menschen auch in der Magdeburger Straße fortan umeinander kümmern. In der Einladung zu diesem Festakt hieß es "Jeder achte nicht nur auf das eigene Wohl, sondern auch auf das der anderen." Die Einrichtungsleitung habe sich ganz bewusst für diesen Bibelvers entschieden. Zum einen spiegelt er das Handeln und Wirken der Heiligen Elisabeth ganz deutlich wieder. Auf der anderen Seite verstehen Leitung und Mitarbeiter der Caritas-Trägergesellschaft St Mauritius diesen Vers als Ansporn und Motivation.

Die Voraussetzungen dafür wurden in den vergangenen Monaten geschaffen. 2012 begann der Träger zunächst mit dem Neubau für das Trainingswohnen, es folgte der Umbau des Wohnheims für Menschen mit Behinderung.

Die letzte Etappe in dem großen Um- und Neubauverfahren war die Sanierung des charakteristischen Altbaus auf dem Gelände, der fortan die Bereiche der Kinder- und Jugendhilfe beherbergt. Waselewski verwies auch auf die bauliche Leistung, die hier in den vergangenen Monaten vollbracht wurde: "Entstanden ist eine Einheit, die Altes und Neues gekonnt miteinander verbindet. Helle, freundliche Räume auf einem ansprechenden Standard sind entstanden - mit den besten Voraussetzungen, ein Zuhause zu werden."

Viele Gäste waren der Einladung gefolgt, so auch Klaus Skalitz, Diözesan-Caritasdirektor, Landrat Markus Bauer, Kay Barthel, Mitglied des Landtags von Sachsen-Anhalt, Calbes Bürgermeister Dieter Tischmeyer.

Gemeinsam wurde nach der Andacht, die von Domkapitular und Ortspfarrer Thomas Thorak in der Kirche gehalten wurde, ein Rosenstrauch gepflanzt, der an das Engagement der Schutzpatronin erinnern soll, die sich auch durch das sogenannte Rosenwunder einen Namen gemacht hat. Thorak segnete anschließend die Räume und kam mit Bewohnern ins Gespräch.

Durch Einrichtungsleiterin Constance Rotte und ihre Mitarbeiter wurden die Gäste durch das Haus geführt und konnten sich einen Eindruck von den neuen Räumlichkeiten machen. Am Nachmittag kamen Bewohner, Kinder und Jugendliche, Angehörige, Mitarbeiter und Ehrenamtliche zusammen, um den neuen Gebäudekomplex gebührend zu feiern.

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