Das Salzlandmuseum und der Förderverein luden am Sonntag zur 7. Kindermuseumsnacht ein. Diesmal drehte sich alles um die Welt der Märchen.

BadSalzelmen l Kreisgrabenanlage - Schnulli. Stonehenge - Pillepalle. Denn was das Salzlandmuseum in Bad Salzelmen jetzt ausgegraben hat, kommt einer Sensation gleich und wird die ganze Märchenwelt umkrempeln. Zur Kindermuseumsnacht am vergangenen Sonnabend wurden ausschließlich Originalexponate präsentiert: Original-Brotkrumen von Hänsel und Gretel, der Original-Feenstab der 7. Fee von Dornröschen, die Original-Haarsträhne von Rapunzel und der Original-Löffel von Schneewittchens Vater. Und wie die Volksstimme von den Machern der Kindermuseumsnacht investigativ in Erfahrung bringen konnte, soll es auch die Original-Äpfel gegeben haben, mit der die böse Stiefmutter Schneewittchen vergiftete. Doch diese in der Ausstellung zu zeigen, war den Initiatoren dann doch zu gefährlich. Kinder und vergiftete Äpfel - kein Amt hat heutzutage dafür Verständnis.

So drehte sich zur 7. Museumsnacht alles um das Thema Märchen und war überschrieben mit: "Es war einmal ..." Märchenhaft war die Resonanz an diesem Sonnabend nicht, was die Mitglieder des Museumsfördervereines und Verantwortlichen des Salzlandmuseums doch etwas ins Grübeln brachte. "Werbung haben wir wirklich viel gemacht, ich war an allen Schulen", berichtet Nicole Lüdecke von Museumsförderverein.

Dennoch: Das Angebot am besagten Sonnabend war groß, auch anderenorts wurden die Kinder angelockt. Doch wer von den Knirpsen den Weg ins Museum fand, konnte eine spannende Zeitreise in die Welt der Märchen erleben. Dafür boten die Räume des altehrwürdigen Hauses die ideale Kulisse. So waren die Mädchen und Jungen mit Papier und Stift bewaffnet und erkundeten jeden Raum und jeden letzten Winkel. Warum? "Wir haben ein Märchenquiz aufgebaut. Die Kinder müssen die Fragen finden, die nicht gerade einfach sind, und dann noch die Antworten wissen", erklärt Olaf Busch vom Verein.

Dass Märchen auch modern erzählt sein können, zeigte Sandy Gärtner aus Magdeburg. Die Schauspielerin vom Salzlandtheater führte ein Koffermärchen auf: "Das Märchen von der Prinzessin, die auch einmal in einem Märchen vorkommen wollte", hieß das Stück, das teilweise improvisiert und teilweise von den Kindern selbst mitgestaltet werden konnte. Wie es sich anfühlt als Prinzessin auf der Erbse, demonstrierte Steffen Amme, Leiter des Grünen Labors Gatersleben. Nicht mit einer, sondern mit hunderten Erbsen. Chemie und Biologie können auch an einem Sonnabendnachmittag experimentell Spaß machen.

Die von den Kindern mitgebrachten Eltern und Großeltern nutzen indes die Zeit für einen Rundgang durch das moderne Salzlandmuseum. Zu sehen war die erst vor wenigen Wochen eröffnete Ausstellung "Salzspu(e)ren".

   

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