Blumen, Karten und die besten Wünsche für das Leben nach dem Amt als Stadtoberhaupt: Zahlreiche Gäste aus Politik, Verwaltung, Wirtschaft, Sport und öffentlichem Leben sind gestern der Einladung von Bürgermeister Dieter Tischmeyer gefolgt. Nach sieben Jahren verabschiedete sich der 64-Jährige aus seinem Amt.

Calbe l Jede Menge Blumen, Sekt, Buffet und Kerzenlicht: Beim offiziellen Ausstand von Dieter Tischmeyer ging es gestern Vormittag festlich zu. Im Vorraum des Bürgersaals bildete sich eine Schar von Gästen, die das scheidende Stadtoberhaupt herzlich begrüßte. Kaum einer kam mit leeren Händen. Nachfolger Sven Hause ließ sich aufgrund einer lange zuvor geplanten Weiterbildung entschuldigen.

"In der Öffentlichkeit habe ich mir manchmal mehr den ,Rambo\' in Ihnen gewünscht."

"Es war die größte Herausforderung meiner beruflichen Karriere", sagte der damalige Quereinsteiger Tischmeyer in einer Ansprache. Den Schritt vom parteilosen Unternehmer zum Politiker habe er im Rückblick nicht bereut, auch wenn ihm teilweise viel Gegenwind entgegenbließ und nicht alles realisiert werden konnte, was er sich 2007 auf die Fahnen geschrieben hatte.

"Ich erinnere mich noch gut an unser erstes Zusammentreffen", leitete Georg Hamm (CDU), Ehrenvorsitzender des Stadtrates, seine Ansprache ein. "Der stets gut gekleidete und höfliche Leiter eines Unternehmens wird erster Mann der Stadt - Probleme waren vorprogrammiert." In der Öffentlichkeit habe sich Hamm manchmal mehr den Actionhelden "Rambo" in Dieter Tischmeyer gewünscht. Dennoch: In seiner Amtszeit habe Tischmeyer stets versucht, trotz der Einengungen von Kreis, Land und Bund das Machbare für seine Heimatstadt zu erreichen. Respekt und Anerkennung kam auch von der Landes- und Bundespolitik.

"Calbe verliert einen besonnenen, kompetenten und honorigen Bürgermeister", meinte beispielsweise SPD-Bundestagsmitglied Burkhard Lischka.

Der Gospelchor des Friedrich-Schiller-Gymnasiums unter Leitung von Lehrerin Katrin Püsche sorgte mit Gesang und Klavierstücken für eine schwungvolle musikalische Untermalung. Ein Stück trug den bedeutungsvollen Namen "Die Heimkehr des Hirten."

 

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