Die Nachricht vom Tod der hochbetagten Braunbärin Jette hat binnen kurzer Zeit große Anteilnahme hervorgerufen. Dabei wird auch die Frage gestellt, ob und wie an die Bärenoma vom Wartenberg erinnert werden soll.

Calbe l "Wir sind erschüttert, fassunglos und unendlich traurig", meldet sich Michael Koppelmann im sozialen Netzwerk Facebook im Internet zu Wort. "Jettes Gesundheitszustand hatte sich in den letzten Tagen rapide verschlechtert. Wir sind froh, dass wir sie das letzte Mal im Mai besuchen und wohlauf erleben durften." Der junge Familienvater dankt auch den beiden Tierpflegerinnen Anja Heine und Heike Scheffler für die aufopferungsvolle Pflege bis zum Schluss.

Mögliche Präparierung für die Nachwelt wird geprüft

Seit drei Tagen steht Jettes als "Bärenbolle" bekannter Zwinger auf dem Wartenberg leer. Die Zeit der Braunbären in der Saalestadt ist nun aus Kostengründen endgültig Geschichte. Doch geht es nach der Meinung zahlreicher Calbenser, sollte an die Zeit der Braunbären Jette und Peter, die mehrere Generationen zum Tiergehege unterhalb des Bismarckturmes lockten, erinnert werden.

Sonderbriefmarke der biberpost in Vorbereitung

In welcher Form, wird derzeit noch diskutiert. So ist unter anderem der Vorschlag aufgekommen, Jette nach ihrer Obduktion in Leipzig für die Nachwelt zu präparieren. "Ich kenne das Ansinnen und werde es unter Beachtung vieler Aspekte umfassend prüfen", sagt Bürgermeister Sven Hause gegenüber der Volksstimme. Einen überstürzten "Schnellschuss" wolle er auf jeden Fall vermeiden.

Stadtrat Heiko Neuling (Freie Wähler) will als Inhaber einer biberpost-Agentur eine Sonderbriefmarke mit Jettes Abbild auflegen lassen, um auf diese Weise an die Bärenoma zu erinnern. "Das ist auf jeden Fall gerechtfertigt, schließlich haben sie nicht nur die Calbenser über Jahrzehnte hinweg gekannt", meint Neuling.

Auch die Idee einer Erinnerungstafel für den Wartenberg ist im Gespräch. Fakt ist bislang: Erinnert wird an Jette, in welcher Form, werden die nächsten Tage zeigen.