Schönebeck (dw) Das Salzlandmuseum in Schönebeck beteiligt sich an einer landesweiten Aktion. Ab Donnerstag ist bis Mitte März die Wanderausstellung "Heimat im Krieg 1914-1918. Spurensuche in Sachsen-Anhalt" hier zu sehen. Am 1. August 1914 entbrannte weltweit ein Krieg, in den im Laufe von vier Jahren insgesamt 40 Länder verwickelt waren und der Millionen von Toten zählte. Am Ende war die globale politische und geistige Landkarte grundlegend verändert. Eine Flut von Veröffentlichungen und Forschungen begleiten den 100. Jahrestag des Ersten Weltkrieges. Auffällig ist jedoch, dass kaum regionale Aspekte für die damalige preußische Provinz Sachsen und das Herzogtum Anhalt untersucht und betrachtet werden. So haben sich Studierende des Instituts für Geschichte der Otto-von-Guericke Universität Magdeburg auf eine Spurensuche in Sachsen-Anhalt begeben. Die Ausstellung ist daher keine umfassende regionalgeschichtliche Aufarbeitung des Ersten Weltkrieges, sondern der Betrachter hat Teil an den Ergebnissen der Spurensuche der Studierenden.

Die Museen, wie das im Salzland, ihrerseits lassen ihre Objekte "sprechen", um die lokale alltagsgeschichtliche Perspektive des Krieges sichtbar zu machen. Matrosenkragen, Brotschneidemaschine, Liederheft, eiserner Armreif, Lebensmittelkarten, Kochbücher, Plakate, Feldpostbriefe, Tagebücher, Fotos und vieles mehr aus der Zeit des Ersten Weltkriegs befinden sich in den Sammlungen der Stadt - und Regionalmuseen Sachsen-Anhalts. Sie erzählen davon, dass der Krieg auch weiter hinter der Front im privaten wie öffentlichen Alltag seine Spuren hinterlassen hat. Die Wanderausstellung "Heimat im Krieg 1914 - 1918 - Spurensuche in Sachsen-Anhalt" öffnet ein Fenster zur Lebenssituation der Menschen in unserer Region. Schirmherr der Ausstellung ist Detlef Gürth, Präsident des Landtages Sachsen-Anhalt.