Er ist durch und durch Schönebecker, mit Leib und Seele, mit Herz und Verstand. Für Martin Hennig ist es selbstverständlich, sich für seine Stadt zu engagieren. Deshalb findet die Volksstimme: "Du bist spitze".

Schönebeck l "Ich finde es wichtig, sich - wenn körperlich und gesundheitlich möglich - für die Stadt einzubringen", sagt Martin Hennig, ohne Wenn und Aber, und fragt: "Was wären wir ohne das Ehrenamt?" Eine Antwort braucht es nicht, denn er selbst hat von verschiedenen Seiten aus schon erfahren: Ohne ehrenamtliches Engagement geht es nicht.

Deshalb appelliert Martin Hennig: "Wer dazu in der Lage ist, sollte etwas für seine Stadt tun." Und der 68-Jährige geht mit bestem Beispiel voran. Er ist Vorsitzender des Elbufer Fördervereins, Vorsitzender des Vereins Haus und Grund Magdeburg/Schönebeck, ehrenamtlicher Schöffe am Landgericht Magdeburg, Mitglied beim Schönebecker Sportclub (seit 1. Februar), Mitglied im Museumsverein Bad Salzelmen, Mitglied im Kirchbauverein St. Johannis, Ehrenmitglied in der Feuerwehr Bad Salzelmen. Die Ämter, in denen er verantwortungsvolle Positionen bekleidet, fordern ihn geistig. Um körperlich fit zu bleiben, nimmt er sich regelmäßig eine Auszeit: Er schlüpft in die Turnschuhe und läuft. Gern erinnert er sich an den Halbmarathon in Berlin. "Das ist gigantisch, die Menschenkette am Straßenrand, die Anfeuerungsrufe." Martin Hennig ist zu recht stolz auf sich, hat er doch erst 2004 mit dem Laufen angefangen.

Doch zurück zum Ehrenamt. Oder bei dem Schönebecker eher: zurück zu den Ehrenämtern. Ein Meilenstein ist - sicherlich nicht nur für ihn - die Rekonstruktion des Marktbrunnens. "An diesem Projekt hat man sehr gut gesehen, dass die Bereitschaft da ist, sich zu engagieren. So viele Menschen haben sich eingebracht", freut sich Martin Hennig über viele Helfer und Sponsoren. Und: "Die Künstler haben es geschafft, innerhalb eines halben Jahres die Figuren neu zu machen. Respekt", ist er immer noch begeistert. Immerhin seien die Steine für die neuen Figuren erst im Juni geliefert worden. Und doch strahlt der Marktbrunnen seit Dezember schon wieder in sanierter Schönheit. "Unsere Hochachtung", so der Vorsitzende des Elbufer Fördervereins, der für das Vorhaben verantwortlich zeichnete. Damit alles perfekt ist, müssen nun noch drei Dinge passieren: Der Brunnen soll angestrahlt, sprich ins rechte Licht gerückt werden. Das Schmuckstück soll am 25. April mit einem Brunnenfest eingeweiht und der Stadt übergeben werden. Und dann ist da die Erneuerung des Marktes.

Ganz euphorisch erzählt Martin Hennig von Projekten, Absprachen, manchmal schwierigen Anfängen und eigentlich immer glücklichen Ausgängen. Sich zu engagieren, sich einzubringen, Verantwortung zu übernehmen, all das scheint für den 68-Jährigen selbstverständlich. Wer seinen Lebenslauf hört, versteht auch, warum: Er ist in Bad Salz- elmen geboren. Schönebeck ist seine Heimat. Daran haben auch fünf Jahre Straßenbau-Studium in Dresden nichts geändert. Er war im komplexen Wohnungsbau des Kreises tätig, wurde in den 1990er Jahren Baudezernent in Schönebeck. Beruf und Berufung zugleich. Und schon da hat er gemerkt, was in einer Stadt bewegt werden kann, wenn Projekte von ehrenamtlichen Engagement begleitet werden.

Sich nach den Möglichkeiten, die ein Verein hat, für das Allgemeinwohl einsetzen - das ist es, was ihn ermutigt hat, im Vorstand von Haus und Grund Magdeburg/Schönebeck mitzuarbeiten. Seit 2013 ist er nun auch dort Vorsitzender von einem Verein, der rund 1800 Mitglieder zählt. Aktuelles Thema: der Herstellungsbeitrag II und eine mögliche Musterklage in Schönebeck. Wieder eine neue Herausforderung ...