Bad Salzelmen l Auf diese Nachricht haben die Mitglieder der Wehr Bad Salzelmen gewartet. Und Oberbürgermeister Bert Knoblauch hat sie im richtigen Rahmen, nämlich am Freitagabend während der Jahreshauptversammlung, verkündet: Der Anbau/Neubau/Umbau des Gerätehauses ist in den Investitionsplan ab 2017/18 mit aufgenommen. "Wir hoffen, dass wir das realisieren können", betonte das Stadtoberhaupt. Er plant im März einen Termin vor Ort mit Innenminister Holger Stahlknecht. Auch um auszuloten, ob die Stadt von Fördermitteln profitieren kann.

Bert Knoblauch lobte den "erfrischend kurzen Vortrag" von Wehrleiter Steffen David. Und wirklich, David hatte sich kurz gefasst und dennoch alles, was zu einem Rechenschaftsbericht gehört, gesagt. Die Wehr zählt derzeit 61 Mitglieder: 34 Aktive, 10 Alterskameraden, 10 Jugendliche, 7 Fördernde. Es gab im vergangenen Jahr 98 Einsätze: 65 Brände, darunter 14 mit Personenrettung und 13 mit einer Einsatzdauer über drei Stunden; 32 Technische Einsätze, darunter 6 Verkehrsunfälle mit eingeklemmten Personen und 5 Gefahrstoffeinsätze; eine Einsatzübung. Die Einsatzzeit betrug insgesamt 162 Stunden, die Kameraden leisteten insgesamt 1546 Arbeitsstunden. Der Ausbildungsstand ist löblich: 5 Verbandsführer, 3 Zugführer, 7 Gruppenführer, 19 Maschinisten, 11 Truppführer, 4 Truppmänner, 9 mit ABC-Ausbildung, 15 Atemschutzgeräteträger. Der Bedarf, so Steffen David, sei wie in den Vorjahren: DIN-gerechte Einstellplätze für die fünf Fahrzeuge der Wehr müssen her, ebenso ein normgerechter Umkleide- und Sanitärbereich sowie ein Wehrleiterzimmer und Räumlichkeiten für die Jugendfeuerwehr. Mittelfristig müsse über den Ersatz des Löschfahrzeuges, Baujahr 1992, nachgedacht werden.

Abschnittsleiter Uwe Tandler, zugleich Mitglied in der schnellen Truppe Bad Salzelmen, betonte, dass die Wehr verschiedene Spezialisierungen "an der Backe" habe. Diese seien sehr komplex und würden einen sehr hohen Ausbildungsstand fordern. "Da muss man am Ball bleiben. Doch das kriegt ihr gut hin", sagte er anerkennend in die Runde. Tandler hob das gute Miteinander mit der Stadtverwaltung, speziell mit dem zuständigen Dezernenten Joachim Schulke, hervor. Die Zusammenarbeit sei sehr offen, es gebe Respekt und Achtung. "Eine angenehme Arbeit. Solche würde ich mir auch woanders wünschen", so der Abschnittsleiter.

Anerkennende Worte gab es auch von Stadtwehrleiter Ronald Mühlsiegel. Er habe die Arbeit der Salzelmener beim jüngsten Unfall auf der Bundesstraße 246a beobachtet. "Es wurde kaum gesprochen, hier reichen Blickkontakte und Gesten, und die Kameraden wissen, was sie machen müssen", so Mühlsiegel. "Bad Salzelmen ist von den Wehren in der Stadt die Vorzeigewehr. Wenn ihr kommt, weiß man, ihr schafft das."