Anwohner der Straße am Sportplatz in Zens bitten die Verwaltung der Gemeinde Bördeland um Hilfe. In der Straße liegt eine offene Wasserrinne, die beim Überfahren von Autos und Bussen für laute Störungen sorgt. Im nächsten Monat soll der Zustand nun ausgebessert werden.

Zens l In der Ortschaft Bördeland kann demnächst ein Verkehrsschild wieder abgebaut werden - ein kleiner Beitrag, um den Schilderwald zu lichten. Viel wichtiger aber als das Gefahrzeichen-Warnschild der buckligen Straße ist eine andere Tatsache, die direkt an der Straße anliegende Bewohner freuen wird: Die Querrinne, die die Straße Am Sportplatz durchzieht, soll im nächsten Monat bautechnisch beseitigt werden. "Der Auftrag an die Baufirma ist raus. Wir wollen jetzt nur warten, dass wir keinen Wintereinbruch mehr bekommen, dann geht es los", versprach auf Anfrage der Volksstimme Bördelands Bürgermeister, Bernd Nimmich (SPD).

Mehrfach haben die Zenser Karin und Dieter Knabe, die im benachbarten Haus zu der Querrinne an der Straße Am Sportplatz wohnen, auf den Zustand aufmerksam gemacht. "Die Rinne sieht zwar schön aus und mag dorftypisch sein. Aber wenn hier Busse durchfahren oder Autofahrer kommen, die die Stelle nicht kennen, dann scheppert es ganz schön", berichtete Dieter Knabe bei einem Vor-Ort-Termin der Volksstimme. Zuletzt bat er die Verwaltung der Gemeinde Bördeland Mitte November schriftlich um eine Stellungnahme.

Die etwa 40 Zentimeter schmale und 12 Zentimeter tiefe Rinne soll das Regenwasser in westliche Richtung in einen kleinen Bach abführen. Außerdem bildet sie eine Trennung zwischen dem nördlichen Abschnitt der Straße und dem Altstadtpflaster im südlichen Teil. Im weiteren Verlauf ist auch die Dorfstraße nicht unbedingt ansehnlich.

Wenn Straße frei ist, wird auch schneller gefahren

Das ist auch der Grund, warum die Busse der Kreisverkehrsgesellschaft viel Zeit mitbringen müssen. Anwohner Dieter Knabe hat da andere Erfahrungen gemacht: "Wenn die Straße frei ist, dann wird auch mal schneller gefahren", berichtet er. Zugelassen ist eine Geschwindigkeit von höchstens 30 Kilometer pro Stunde. Deutlich schneller kann auf der Piste auch nicht gefahren werden.

"Unsere Regionalbereichsbeamten haben nach der Bürgerbeschwerde an verschiedenen Tagen dort Geschwindigkeitskontrollen durchgeführt, bei denen die Busse im Vordergrund standen", berichtete Bernd Nimmich. An drei Messtagen durchfuhren die Busse die Rinne in guter Schrittgeschwindigkeit. Gemessen wurden 8 bis 11 Stundenkilometer. Wie weiter berichtet wurde, werden subjektiv von Außenstehenden die Fahr- und Abrollgeräusche großer Fahrzeuge intensiver wahrgenommen als bei kleineren. Gleiches gilt bei der Beurteilung von gefahrenen Geschwindigkeiten, die bei größeren Fahrzeugen regelmäßig höher eingestuft werden als bei kleineren.

Weitere Warnschilder haben keinen Sinn

"Eine nochmalige Geschwindigkeitsbegrenzung wegen der Rinne erachten Polizei und Verwaltung nicht als zielführende Maßnahme", so Bürgermeister Bernd Nimmich. Auch noch aus einem anderen Grund: Zusätzliche Schilder beseitigen nämlich nicht das Ärgernis. "Wir müssen an die Ursache ran."

Aus diesem Grund soll die Rinne nun beseitigt werden. Eine Firma, die im März sowieso in Welsleben tätig ist, soll gleich noch nach Zens geschickt werden. "Wir würden auch früher anfangen, aber wegen des eventuellen Winters wollen wir doch noch abwarten", so Bernd Nimmich.

Das wird später sicherlich auch Busfahrer freuen, die in Zukunft weiter die große "Ehrenrunde" durch das Dorf drehen müssen. Eine Wendeschleife im Ortskern gibt es nämlich nicht.