Als dieses Foto am Sonnabend entstand, war das Taxi bereits gefahren - das Krötentaxi - oder besser gesagt das Molchtaxi. Insgesamt knapp 30 Kinder, dazu die sie begleitenden Erwachsenen, ermöglichten 79 Teichmolchen und zwei Moorfröschen (es wurde genau gezählt) das gefahrlose Passieren über die Straße zu den Laichgewässern an der Elbe. Zur Mithilfe aufgerufen hatte der Naturschutzbund.

Der Schönebecker Ortsgruppenleiter Michael Wunschik erhofft sich mit Aktionen wie dem Krötentaxi, dass sich vor allem junge Menschen die Bedeutung und den Wert der Natur vergegenwärtigen und in ihrem Leben entsprechend denken und handeln. Auch gestern war das Krötentaxi aktiv und beförderte fünf Moorfrösche, einen Kammmolch und 171 Teichmolche. An den anderen Krötenzäunen in Ostelbien wurden ebenfalls zumeist Molche gefunden. Ihre hohe Anzahl zeigt den Beginn der Amphibienwanderung an.

"Die Schwanzlurche wandern zuerst, noch bevor Frösche und Kröten sich auf den Weg machen", erläutert Wunschik. Noch einmal wird das Krötentaxi am 21. und 22. März (9 Uhr) "fahren", wiederum an der Straße nach Ranies (zwischen B 246a und dem Ortsteil). Wie es im blauen Taxi-Eimer während des Transits aussah, zeigt das kleine Bild.Fotos: Ulrich Meinhard/ Gudrun Edner

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