"Zum Gedenken der verstorbenen Mitglieder der freiwilligen Feuerwehr Welsleben": Das steht auf dem Stein, der am Sonnabend auf dem Friedhof eingeweiht wurde.

Welsleben l Der Tag der Einweihung ist ein wichtiger Tag für Dieter Rohde. Der Feuerwehrmann hat das Aufstellen eines Gedenksteines zielstrebig verfolgt. Er hat den Naturstein gesponsert und ist für das Projekt sammeln gegangen. Aus gutem Grund, wie er erklärt: "Mittlerweile sind viele Kameraden auf der grünen Wiese beerdigt. Wir als Feuerwehr hatten oft nicht die Gelegenheit, uns in Ehren von ihnen zu verabschieden. Wir konnten nur später einen Kranz niederlegen. Aber nun, nun haben wir einen Platz."

Während des feierlichen Akts ist auch Mario Brych, Leiter der Wehr Welsleben, anzumerken, dass ein ganz besonderes Projekt umgesetzt worden ist. "Nun ist es soweit, wir haben unseren Gedenkstein auf dem hiesigen Friedhof zur Einweihung vor uns stehen." Die Arbeit in Welsleben gehe weit über gewöhnliche Pflichten einer Ortswehr hinaus. So habe es auch einiges an Zeit gebraucht, um diesen Gedenkstein ins Leben zu rufen. "Dank des unaufhaltsamen Bemühens unseres Ehrenkameraden Dieter Rohde ist es uns gelungen, Sponsoren anzusprechen und dazu zu bewegen, einen finanziellen Beitrag zu leisten, sodass wir diesen Stein an diesem stillen Ort des Gedenkens aufstellen lassen konnten", so Brych. Mit der Enthüllung wollen sie die Verbundenheit zwischen dem Gemeinwesen und den verstorbenen Kameraden zum Ausdruck bringen. "Unser Respekt und die Anerkennung unserer Wehr gilt den ehrenamtlich Tätigen, die sich schon immer für das Wohl unserer Bevölkerung eingesetzt haben", betont der Wehrleiter.

Pfarrer Thomas Lütgert segnete den Gedenkstein. Es sei ein Denkmal, das an alle erinnern möchte, die in der Feuerwehr Dienst getan haben und nun nicht mehr unter uns sind. "Es ist toll, eine Stelle zu widmen, an der jeder die Gelegenheit hat, in aller Stille zu gedenken. Der Stein soll ein Dank sein an die Kameraden, von denen wir uns schon vor längerer Zeit verabschieden mussten. Er soll ein Platz des Gedenkens und ein Platz des Friedens sein." Für Bördelands Bürgermeister Bernd Nimmich ist er eine "würdige Erinnerung" an die verstorbenen Mitglieder der Feuerwehr. Für ihn war es eine Selbstverständlichkeit, diese Realisierung zu unterstützen.

Jedes Jahr soll zum Gründungstag der Wehr am 1. April ein Kranz hier niedergelegt werden.

 

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