Schönebeck (dw) Eine Laube ist am Sonntagnachmittag in der Kleingartenanlage "Waldesruh" in der Elbenauer Straße in Schönebeck vollständig niedergebrannt. Die Polizei berichtet, dass eine genaue Ursache für das Feuer noch nicht ermittelt ist. Noch am Brandtag, so Polizeisprecher Marco Kopitz, hätten erste Ermittlungen zu einem Tatverdächtigen geführt, "der zeitnah aufgesucht und kriminaltechnisch behandelt wurde". Mehr könne noch nicht gesagt werden, so der Sprecher, um den Untersuchungen nicht vorwegzugreifen.

Am Montagmorgen wurde eine Brandursachenermittlung geführt. "Dabei ist auch ein Spürhund zum Einsatz gekommen", sagt Marco Kopitz. Ergebnisse dieser Ermittlungen lägen noch nicht vor. Alarm war Sonntag um 15.06 Uhr für die Feuerwehren. Stadtwehrleiter Ronald Mühlsiegel sagt, dass etwa 25 Kameraden der Einsatzdienste aus der Tischlerstraße und aus Bad Salzelmen vor Ort gewesen sind. Der Garten sei sehr gut zu erreichen gewesen. So musste keine lange Schlauchstrecke gelegt werden, wie es in Gartenanlagen oder unwegsamen Gelände vorkommen kann.

Dennoch gab es eine große Herausforderung beim Einsatz: Die Löschwasserversorgung. "In der Nähe ist kein Hydrant", so der Feuerwehrchef. Aus diesem Grund sind die ehrenamtlichen Brandbekämpfer mit zwei großen Tankern, jeweils mit einem 3000-Liter-Tank, und mit einem Löschfahrzeug mit einem Fassungsvermögen von 2000 Litern ausgerückt. "Die Tanker haben im Pendelverkehr für Wassernachschub gesorgt, so dass wir dem Feuer begegnen konnten", berichtet Ronald Mühlsiegel. Gefährlich war der Einsatz für die Kameraden, weil bei der Lageerkundung auch eine Propangasflasche in der Laube entdeckt wurde. "Wir haben sie sofort rausgeholt und gekühlt, damit es nicht zu einer Explosion kommt."