Schönebeck l Aufatmen am Tag danach. Sturm "Niklas" zog von Dienstagabend an bis gestern Nachmittag über die Börde hinweg und richtete zahlreiche Schäden an (Volksstimme berichtete). Nach den freiwilligen Feuerwehren, die am Dienstag im Dauereinsatz waren, wurden gestern viele Stadtmitarbeiter, Angestellte von Firmen und Privatleute gefordert.

Wie ein Fels in der flachen Landschaft erhebt sich zwischen Autobahn und Schönebeck der 83 Meter hohe Bierer Berg. Dort versuchten am Dienstagnachmittag die Mitarbeiter des Heimattiergartens zu retten, was zu retten ist. "Aber irgendwann ist uns das dann auch zu gefährlich geworden. Die Geräusche des Orkans waren furchterregend", berichtete Leiter Matthias Willberg.

Erst gestern starteten sie mit der Bestandsaufnahme - und hatten noch Glück im Unglück: Verletzte Tiere gab es nicht. Nur die Arbeiten für das bevorstehende lange Osterwochenende waren umsonst. Überall im Park lagen kleinere und größere Äste, die nun Weg für Weg beseitigt werden müssen. Aus diesem Grund war der Bierer Berg zumindest gestern komplett für die Besucher gesperrt und vermutlich auch noch heute. "Wir hoffen, dass wir zum Karfreitag dann mit dem Aufräumen fertig sind", so Willberg, der am Morgen gemeinsam mit seinen Kolleginnen Mandy Löbert und Martina Walleck damit beschäftigt war.

Mit einem lauten Knall war am Dienstag auch ein riesiger Ast eines Baumes abgebrochen. Und da hatte die Stadt zum zweiten Mal Glück im Unglück: Der 20 Meter lange Ast raste nur wenige Meter hinter der Freilichtbühne am sogenannten Hirschhaus vorbei. "Der ist zum Glück in die richtige Richtung gefallen", so Tierpfleger Matthias Willberg.

Der angebrochene Baum muss nun von Experten des Grünflächenamtes der Stadtverwaltung begutachtet werden. Die Fragen sind, ob der Baum zu retten ist und ob noch Gefahr vom Rest-Baum ausgeht.

Im Einsatz waren gestern auch noch die Angestellten des städtischen Bauhofes. Sie räumten ebenfalls Holzbruch fort. Umgestürzte mobile Verkehrsschilder werden in den nächsten Tagen auch wieder aufgestellt, wenn der Wind endgültig nachgelassen hat. "Das wäre im Moment noch zu gefährlich", so Sieglinde Jä-necke vom Bauhof.